Kaum ein Rechtsgebiet ist durch Generative KI so grundlegend in Bewegung geraten wie das Urheberrecht. Wer heute zu ChatGPT, Copilot oder eigenen KI-Projekten berät, bewegt sich in einem Geflecht aus klassischer Dogmatik und völlig neuen Rechtfragen: Ist das Training eines Sprachmodells eine Vervielfältigung nach § 16 UrhG und welche Schranke trägt es? Wem gehört ein Text, den niemand geschrieben hat? Und wie belastbar ist ein maschinenlesbarer Rechtevorbehalt, wenn der Crawler ihn ignoriert?
Dieses Webinar ordnet die zentralen Kategorien des Urheberrechts konsequent aus KI-Perspektive neu ein und geht vom Werkbegriff über die Schranken der §§ 44b, 60d UrhG bis zur Rechtezuordnung generierter Outputs. Wir beleuchten die Spielräume des Opt-out, die Haftungsrisiken beim produktiven KI-Einsatz im Unternehmen sowie die urheberrechtlichen Schnittstellen zur Vertragsgestaltung bei KI-Tools.
Ziel ist eine belastbare dogmatische Orientierung, die sich im Mandat unmittelbar umsetzen lässt.
Themen:
- Werkbegriff und Leistungsschutzrechte im KI-Kontext
- KI-Training: Vervielfältigung, §§ 44b, 60d UrhG, maschinenlesbarer Opt-out
- Schutzfähigkeit und Rechtezuordnung KI-generierter Inhalte
- Haftungsrisiken beim Einsatz Generativer KI (Input, Output, Weiterverarbeitung)
- Vertragsgestaltung: Nutzungsrechte, Gewährleistung, Freistellung