Vorbehaltene oder zugewendete Nutzungsrechte (Wohnungsrechte, Mitbenutzungsrechte und Nießbrauchsrechte) spielen bei der vorweggenommenen Erbfolge (und auch, in Gestalt von Vermächtniszuwendungen, bei der letztwilligen Gestaltung) eine zentrale Rolle für die Absicherung des Veräußerers, sowohl in Bezug auf Grundbesitz als auch auf Gesellschaftsanteile und sonstiges Betriebsvermögen sowie an Erbteilen oder der Erbschaft selbst.
Das Webinar untersucht aus der Perspektive des zivilrechtlichen Betrachters die gesetzliche Ausgestaltung dieser Rechte, sinnvolle dinglich-vertragliche Modifikationen, die Auswirkungen auf der Pflichtteilsebene (insbesondere im Hinblick auf das Anlaufen der Pflichtteilsergänzungsfrist), die Bewertung dieser Rechte sowohl auf der Aktiv- wie auch der Passivseite, auch im Zugewinnausgleich, sowie die Auswirkungen der unterschiedlichen Nießbrauchsformen im Ertragssteuerrecht (etwa im Hinblick auf die Verdoppelung der Mitunternehmerschaft bei Betriebsvermögen) sowie im Schenkung- und Grunderwerbsteuerrecht.
Auch die Zugriffsmöglichkeiten von Gläubigern sowie Sozialleistungsträgern auf solche Nutzungspositionen werden erörtert.
Behandelt werden z.B:
- Zivilrechtliche Grundlagen des Nießbrauchs an Sachen, an Rechten, sowie des Wohnungsrechts
- Möglichkeiten dinglicher/schuldrechtlicher Modifizierung
- Bewertung des Nießbrauchs auf der Aktiv und der Passivseite, bei Pflichtteil, Zugewinn, und bei der Schenkungsteuer
- Zivilrechtliche Ausgestaltungsmöglichkeiten für Wohnungsrechte und WohnMitbenutzungsrechte, Einsatzgebiete
- Nießbrauch an Kapital und Personengesellschaftsanteilen
- Nießbrauch an Erbteilen,
- „Doppelnießbrauch“ beim Familienpool
- Vermächtnisnießbrauch
- Nießbrauchserlass
- Einkommensteuerbelastung bei der Beendigung des Nießbrauchs
- Nießbrauch am Betriebsvermögen
Das umfangreiche Skript hat Nachschlagecharakter und deckt alle relevanten Fragestellungen ab.