Die WEG-Reform hat das Finanzwesen erheblich verändert. Die Beschlüsse nach § 28 WEG haben nunmehr nur noch die Beitragsforderungen zum Gegenstand. Vor allem können die Eigentümer nach § 16 Abs. 2 Satz 2 mit der Kostenverteilung die Grundlage der Beitragsbeschlüsse durch einfachen Mehrheitsbeschluss verändern. Das Seminar bereitet diese Fragen umfassend für die fachanwaltliche Praxis unter Auswertung der wegweisenden Rechtsprechung des auf.
Ein eigener Teil ist den steuerrechtlichen Auswirkungen der Abrechnung gewidmet. Das betrifft insbesondere die Möglichkeit der GdWE, gegenüber Teileigentümern zur Umsatzsteuer zu optieren und der Frage nach einem Anspruch darauf für die einzelnen Eigentümer. Zum anderen ist für vermietende Eigentümer der Anfall von Werbungskosten bei Erhaltungsmaßnahmen und Erhaltungsrücklage von Bedeutung.
Prof. Dr. Florian Jacoby ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens-, Insolvenz- und Gesellschaftsrecht an der Universität Bielefeld und Direktor der dortigen Forschungsstelle für Immobilienrecht. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Privat- und Verfahrensrecht verfasst. Ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt liegt im Wohnungseigentumsrecht. Unter anderem ist er Mitautor des Staudinger-Bandes zum WEG, wo er die rechtsfähige Gemeinschaft (§§ 9a, 9b, 11 WEG), bauliche Veränderungen (§§ 20-22 WEG) sowie den Verwalter (§§ 26-27 WEG) bearbeitet. Als Referent nimmt er auf Tagungen und Seminaren bundesweit zu aktuellen Fragen des Wohnungseigentumsrechts Stellung.