Nicht jede eskalierte Verkehrssituation bleibt im Bereich klassischer Straßenverkehrsdelikte. Gerade bei der Frage qualifizierter Körperverletzungsdelikte („Das Auto als gefährliches Werkzeug“) und bei Hinzutreten der Widerstands-Tatbestände der §§ 113, 114 StGB stellen sich in der Verteidigungspraxis anspruchsvolle Fragen der Abgrenzung, Subsumtion und Beweiswürdigung. Das gilt etwa für Konstellationen mit Polizeikontrollen, Fluchtbewegungen, Anfahrsituationen oder dem Einsatz des Kraftfahrzeugs in konflikthaften Verkehrslagen.
Aktuelle Rechtsprechung zeigt, dass gerade in diesen Randbereichen eine auch dogmatische fundierte Verteidigung unmittelbare Auswirkungen auf Schuldspruch, Qualifikation und Strafmaß haben kann.
Das Seminar gibt einen praxisnahen Überblick über aktuelle Entwicklungen in Rechtsprechung und angrenzender Gesetzgebung und arbeitet ihre Bedeutung für die Verteidigung in Verkehrsstrafsachen heraus.
Voraussichtliche Schwerpunkte (Auszug):
- aktuelle Entwicklungen zu §§ 223, 224 StGB im Kontext Straßenverkehr
- Abgrenzungsfragen bei Verletzungserfolg, Gefährlichkeit des Tatmittels und Vorsatz
- §§ 113, 114 StGB bei Verkehrskontrollen, Fluchtkonstellationen und Anfahrsituationen
- Folgerungen für Einlassung, Beweisaufnahme und Verteidigungsstrategie