Das Antidiskriminierungsrecht gewinnt in der arbeitsrechtlichen Beratung zunehmend an Bedeutung. Personalentscheidungen werden heute nicht nur an den Vorgaben des nationalen Arbeitsrechts gemessen, sondern stehen verstärkt unter dem Einfluss der Rechtsprechung des EuGH und des BAG. Arbeitgeber:innen stehen vor der Herausforderung, Diskriminierungsrisiken frühzeitig zu erkennen und rechtssichere Entscheidungsprozesse zu gestalten.
Das Seminar vermittelt einen praxisorientierten Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Antidiskriminierungsrecht und ihre Auswirkungen auf die Beratungspraxis. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Stellenausschreibungen, Bewerbungs- und Auswahlverfahren, Auskunftsansprüche, Entgeltentscheidungen sowie weitere typische Personalmaßnahmen. Anhand aktueller Rechtsprechung werden Haftungsrisiken, Dokumentationsanforderungen und praxistaugliche Lösungsansätze sowie strategische Beratungspotentiale aufgezeigt.
Neben der Darstellung der Rechtsprechung werden ausgewählte Entwicklungslinien des Antidiskriminierungsrechts eingeordnet. Dadurch erhalten die Teilnehmer:innen nicht nur einen Überblick über den aktuellen Stand, sondern auch ein vertieftes Verständnis für die Hintergründe und sich abzeichnende Entwicklungen in der Rechtsprechung.