Unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit ohne Schaden!?
Bei der Ermittlung und dem Nachweis des Erwerbsschadens stehen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte insbesondere vor der Frage, wie sie den Schwierigkeiten bei der Prognose der zukünftigen beruflichen Entwicklung des Geschädigten optimal begegnen können. Weitere erhebliche Streitpunkte über eine zutreffende Berechnung bieten der Umfang von Schadensminderungspflichten und des Vorteilsausgleichs. Bei den einzelnen Fallgruppen (Arbeitnehmer, Beamte, Selbstständige, Arbeitslose, Schüler) sind jeweils Besonderheiten zu beachten. Das Seminar zeigt mit aktuellen Fallbeispielen die wichtigsten Besonderheiten auf, u.a.:
- Verdienstausfall bei Vertrauen auf ärztlich falsch bescheinigte Arbeitsunfähigkeit BGH (8.10.2024 – VI ZR 250/22-)
- Erwerbsschaden bei Freiberuflern im Rentenalter, hier: Zahnarzt (OLG Saarbrücken, 17.1.25 – 3 U 6/24)
- Umfang der Schadensminderungspflicht: Sinnloses Bemühen um Arbeit ist nicht geschuldet (OLG Saarbrücken, 13.12.24 – 3 U 34/24)
- Schadensminderungspflicht eines mitarbeitenden GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers (OLG Saarbrücken, 8.3.24 – 3 U 22/23)
- Steuern: Auch die Erstattung der Steuerzahlung für einen Verdienstausfallschaden ist einkommensteuerpflichtig (BFH, 15.10.24, IX R 5 /23)