„Recht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zweierlei.“ Gerade bei titulierten Unterhaltsansprüchen erleben Gläubiger oft, wie schwierig die tatsächliche Durchsetzung ihres Anspruchs in der Praxis ist. Wer den gesetzlichen Rahmen und taktische Kniffe der Zwangsvollstreckung nicht vollends beherrscht, lässt wertvolle Chancen auf wirksames Inkasso ungenutzt. „Unterhaltsansprüche haben immer Vorrang!“ – Diese Aussage ist falsch!
Im Webinar erfahren Sie, wie das Vollstreckungsprivileg tatsächlich wirkt und ausgenutzt werden kann – auch bei Arbeitseinkommen, Bankkonten (P-Konten) oder sogar Gefangenengeldern.
Webinar-Inhalte im Überblick:
- Aus welchen Titeln ist die Unterhaltsvollstreckung möglich?
- Verzinsung von Unterhaltsschulden: ja oder nein?
- Bevorrechtigte Unterhaltspfändung gemäß § 850d ZPO: Antragstellung mit aktuellem Formular 2025 und spezielle Gläubigerangaben.
- Ermittlung des pfändbaren Betrages anhand der Nettomethode
- Informationsgewinnung (Lohnabrechnung, Kontoauszüge)
- Besondere Anforderungen bei der Pfändung von Arbeitseinkommen: Arbeitgeberpflichten, Zusammenrechnung mehrerer Einkünfte oder Sozialleistungen.
- Besonderheiten bei Pfändung und Zugriffsmöglichkeiten trotz P-Konto.
- Folgeanträge, fortlaufende Überprüfung und Kontrolle des Drittschuldners.
- Besonderheiten bei überjährigen Unterhaltsverbindlichkeiten,
- Ermittlung des notwendigen Selbstbehalts des Schuldners
- Was geschieht im Insolvenzverfahren mit Unterhaltsforderungen?
- Richtige Anmeldung von Unterhaltsforderungen
- Absonderungsrecht, Wirkungen der Restschuldbefreiung
- Auswirkung der Insolvenz auf bestehende Pfändung
- Verbraucherinsolvenz und die Versagung der Restschuldbefreiung