Fortbildungsseminar "FORUM Update Vermögensnachfolge" in Bonn am 6. Dezember 2019

Freitag, den 6. Dezember 2019, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Handel- und Gesellschaftsrecht oder im Steuerrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 22019163

Tagungsort:

Hotel HILTON
Berliner Freiheit 2
53111 Bonn
Tel.: 0228-7269-0
http://www.hilton.com/
Das Hotel befindet sich am Rande der Innenstadt, direkt am Rhein und an der Kennedybrücke (nach Beuel). Vom Bonner Hauptbahnhof gehen Sie max. 15 Minuten.
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Handel- und Gesellschaftsrecht oder im Steuerrecht

Neues Thema: Das Unternehmertestament

Referent(en): Notar a.D. Dr. Sebastian Spiegelberger, Rosenheim und Autor „Vermögensnachfolge“ mit allen Varianten der privaten Vermögensübertragung, C.H.BECK, 3. Auflage (erscheint Mitte 2019)

 

Das Unternehmertestament ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, da bei dem Entstehen einer Erbengemeinschaft das Unternehmen handlungsunfähig wird. Weiter ist dringend eine betriebliche Vorsorgevollmacht erforderlich, um die Zeit bis zur Erteilung des Erbscheins zu überbrücken. Auch der mittelständische Unternehmer, der über seine Lebenszeit hinaus sein Lebenswerk erhalten will, benötigt ein fundiertes Unternehmertestament, das den Fortbestand seines Unternehmens sichert.

Der Referent erörtert für die wichtigsten Unternehmensformen die erforderlichen Anordnungen mit Formulierungsvorschlägen. Darüber hinaus werden die jeweiligen steuerlichen Konsequenzen dargelegt. Mit der umfangreichen Arbeitsunterlage ist der Berater in der Lage, gezielt für das jeweilige Unternehmen tätig zu werden.

 

Im Einzelnen:

  1. Zivilrechtliches Erbrecht
    I. Erbrecht des BGB
    II. Europäische Erbrechtsverordnung
    III. Einfache letztwillige Verfügungen
    - Kinderloses Ehepaar
    - Der Ehe- und Erbvertrag junger Eheleute mit Kindern
    - Berliner Testament gem. § 2269 BGB mit Änderungsrecht
    - Das Behinderten- und Bedürftigentestament
  2. Unternehmenserbschaftsteuer
    I. Erbschaftsteuerreform 2016
    II. Kritische Regelungen für Familienunternehmen
  3. Gefahrenquellen bei Unternehmertestamenten
    - Vor- und Nacherbfolge
    - Bindungswirkung durch gemeinschaftliche Testamente und Erbverträge
    - Teilungsanordnung
    - Fehlende Erfassung von Betriebsvermögen
    - Fehlende Koordination mit dem Gesellschaftsvertrag
    - Beendigung der personellen Verflechtung einer Betriebsaufspaltung
  4. Die Nachfolge im Einzelunternehmen
    I. Betriebliche Vorsorgevollmacht des Einzelunternehmers
    II. Lediger Jungunternehmer
    III. Junger Handwerksmeister und mitarbeitende Ehefrau
    IV. Nicht eheliche Lebensgemeinschaft (Württembergisches Modell)
    V. Freiberufliche Praxis
    VI. Landwirte
    VII. Steuerschädlicher Vorbehaltsnießbrauch, BFH v. 25.1.2017, NJW 2017, 2140
  5. Nachfolge in Personengesellschaftsanteile
    I. Gesetzliche Regelung bei der Gesamthand
    II. Sicherung der Mitunternehmerstellung
    III. Steuerfolgen bei Ertragsnießbrauchsrechten
    IV. Geschiedener Einzelunternehmer bei Wiederverheiratung
    V. Generationensprung
  6. Nachfolge bei GmbH-Geschäftsanteilen
    I. Satzungsgestaltung
    II. Freiberufliche GmbH
    III. Versorgungsregelung bei nicht qualifizierten GmbH-Anteilen
  7. Betriebsaufspaltung
    I. Personelle und sachliche Verflechtung
    II. Wiesbadener Modell
    III. Beendigung der Betriebsaufspaltung durch Vorbehaltsnießbrauch? BFH v. 21.1.2015, GmbHR 2015, 776
  8. Familienstiftung von Todes wegen gem. § 83 BGB
    I. Unternehmensverbundene Stiftungen
    II. Die Familienverbrauchsstiftung
    III. Doppelstiftung
    IV. Rechtsfolgen der Familienstiftung
    V. Ertrag- und Erbschaftsteuern
  9. Steuerlicher Erbvergleich bei missglückter Rechtsnachfolge
  10. Zehn Regeln zum Unternehmertestament

 

 

Teil 2: 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Handel- und Gesellschaftsrecht oder im Steuerrecht

Thema: Steuerliche Unternehmensbewertung einschl. der Bewertung von Anteilen an Gesellschaften für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer mit Abgrenzung zur individuellen Unternehmensbewertung und Exkurs: Grundsteuerreform

Referent(en): NEU: Wilfried Mannek, Finanzwirt, Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Seminar stellt die steuerliche Unternehmensbewertung im vereinfachten Ertragswertverfahren nach §§ 199 ff BewG dar. Die Bewertung der betrieblichen Vermögen erfolgt zu 95 % nach dieser Methode. Eine Wertuntergrenze bildet dabei der Substanzwert. Die Ableitung aus Verkäufen findet dagegen in der Bewertungspraxis ebenso wie die Bewertung aufgrund eines Gutachtens relativ selten statt. Das Seminar vermittelt anschaulich die einzelnen Bewertungsansätze und Rechenschritte. Dies gilt besonders für die Erfassung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens, der Beteiligungen und des sogenannten jungen Betriebsvermögens. Ebenso werden die Korrekturen bei der Ermittlung des Jahresertrags erläutert.

Abschließend wird auf den Stand der Grundsteuerreform eingegangen. Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber zu einer Neuregelung verpflichtet, die bis zum Ende des Jahres 2019 vorliegen muss, damit die Grundsteuer weiter erhoben werden darf.

Gliederung:

Rechtsgrundlagen der steuerlichen Unternehmensbewertung

  • Grenzen der Zulässigkeit der vereinfachten Ermittlung
  • Auslegung des Begriffs des „offensichtlich unzutreffenden Ergebnisses“
  • Abgrenzung der Bewertungsmethoden und Feststellungslast

Vereinfachtes Ertragswertverfahren

  • Ermittlung des Jahresertrags
  • Korrekturen des Gewinns – Hinzurechnungen/Abrechnungen
  • Ansatz des nicht betriebsnotwendigen Vermögens
  • Erfassung von Beteiligungen an anderen Unternehmen
  • Behandlung der Wirtschaftsgüter des jungen Betriebsvermögens
  • Maßgeblichkeit des Kapitalisierungsfaktors
  • Meistbegünstigung bei der rückwirkenden Senkung des Faktors

Ermittlung des Substanzwerts als Mindestwert

Bewertung von Beteiligungen an Personengesellschaften

  • Aufteilung des Gesamthandsvermögens
  • Ansatz des Sonderbetriebsvermögens
  • Übertragung von Anteilen einer Beteiligung

Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften

  • Abweichende Gewinnverteilung
  • Abweichende Verteilung des Liquidationserlöses
  • Anteile an gemeinnützigen Kapitalgesellschaften

Exkurs: Stand und Inhalt der Grundsteuerreform

 

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Frühjahr 12./13./14. März 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

NEU Mallorca im Mai 14./15./16. Mai 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht (nur 14. und 15. Mai 2020 möglich), Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht (nur 16. Mai 2020 möglich), Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Venedig im Herbst 1./2./3. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 22./23./24. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

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