Fortbildungsseminar "Immer am Puls des Versicherungsrecht" in Bonn am 29. November 2019

Freitag, den 29. November 2019, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht an einem Tag!
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 22019218

Neuer Tagungsort:

Hotel HILTON
Berliner Freiheit 2
53111 Bonn
Tel.: 0228-7269-0
http://www.hilton.com/
Das Hotel befindet sich am Rande der Innenstadt, direkt am Rhein und an der Kennedybrücke (nach Beuel). Vom Bonner Hauptbahnhof gehen Sie max. 15 Minuten.
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 11.00 Uhr - 2,5 Zeitstunden

2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht

Was ist NEU? Was ist WICHTIG?

Die Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung in der anwaltlichen und gerichtlichen Praxis ist erheblich. Daher werden wichtige, aktuelle Entscheidungen des BGH dazu, was bei der Erst- und Nachprüfung zu beachten ist, dargestellt und ihre Auswirkungen auf die Praxis besprochen. Dabei geht es u.a. um folgende Themen: Was ist der maßgebliche Beruf bei mehreren Tätigkeiten? Ist ein Nachprüfungsverfahren bei fehlendem, aber gebotenem Anerkenntnis des VR nötig? Und woraus folgt das ggf. und noch wichtiger: Was folgt daraus unter taktischen Erwägungen? Ganz wichtig: Findet bei einer Verweisung in der Nachprüfung eine Einkommensfortschreibung statt oder nicht? Wann ist Berufsunfähigkeit weggefallen? Und was ist der maßgebliche Bezugspunkt der Vergleichsbetrachtung?

Der BGH hat für die Rechtsschutzversicherung grundlegend geklärt, wann der Versicherungsfall im sog. Passivprozess des VN eintritt. Auch im Übrigen führt die aktuelle Rechtsprechung des BGH zu bedeutenden Änderungen (u.a. zur Abwehrdeckung, Vorerstreckungsklausel), diese werden vertieft erörtert.

In der Haftpflichtversicherung hat sich der BGH mit der Frage befasst, wann der Rechtsanwalt einen Vergütungsanspruch gegen den Versicherer hat und wann nicht. Daneben werden die versicherungsrechtliche Konsequenzen eines Abfindungsvergleichs mit dem Haftpflichtversicherer aufgezeigt und es wird die Rechtsstellung des Geschädigten anhand aktueller BGH-Entscheidungen beleuchtet.

In der privaten Unfallversicherung immer ein Thema ist die (rechtzeitige) ärztliche Invaliditätsfeststellung bzw. deren Fehlen. Grundsätzliches dazu gibt es aktuell vom BGH: Gilt die Hinweispflicht nach § 186 S.1 VVG auch gegenüber der versicherten Person? Was gilt bei „Vorschäden“: Aktuelles zu Vorinvalidität und Mitwirkung! Ist die Erstbemessung des VR ein Anerkenntnis? Und wie sieht es mit dem Rückforderungsrisiko bei einer Neubemessung aus?

Die angesprochenen Entscheidungen werden – soweit geboten - u.a. dogmatisch bewertet (ggf. unter Auseinandersetzung mit abweichender Rechtsprechung und/oder Schrifttum) und auch deren Auswirkungen für die Praxis beleuchtet, insbes. auch hinsichtlich noch offener (Rechts-)Fragen.

Themen: Berufsunfähigkeitsversicherung, Fälligkeit/Gesundheitsdaten, Vertragsschluss - Rückabwicklung

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

 

Im Einzelnen:

1. Berufsunfähigkeitsversicherung

  • BGH v. 3.4.2019: Rechtsweg bei branchenspezifischen Pensionskassen
  • BGH v. 16.1.2019: Was ist der maßgebliche Beruf bei mehreren Tätigkeiten?
  • Stammrechts- oder Einzelverjährung? – geklärt durch BGH v. 3.4.2019: Stammrechtsverjährung!
  • BGH v. 13.3.2019: Nachprüfungsverfahren bei fehlendem, aber gebotenem Anerkenntnis nötig!
  • BGH v. 26.6.2019: Verweisung in der Nachprüfung: Einkommensfortschreibung oder nicht?
  • KG v. 13.11.2018: Bezugspunkt der Vergleichsbetrachtung

2. Fälligkeit / Erhebung von Gesundheitsdaten

  • OLG Hamm v. 16.11.2018: Zur Reichweite der Pflicht zur Auskunf und Belegvorlage
  • OLG Stuttgart v. 21.12.2017: „Verwertungsverbot" bei Verstoß gegen § 213 VVG?

3. Vertragsschluss - Rückabwicklung

  • Widerrufsrecht/Rückabwicklung u.a. BGH v. 13.9.2017 - Grundsätzliches zur Rückabwicklung nach neuem Recht
  • BGH v. 28.2.2018: Familienrechtliche „Schlüsselgewalt“ – Auswirkungen auf Versicherungsverträge?

Teil 2: 11.15 bis 13.45 Uhr - 2,5 Zeitstunden

2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht

Themen: Rechtsschutzversicherung, Unfallversicherung

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

 

4. Rechtsschutzversicherung

  • BGH v. 3.7.2019: Grundsatzurteil zum Versicherungsfall beim Passivprozess
  • BGH v. 4.7.2018: Zum Versicherungsfall im Aktivprozess und zur Vorerstreckungsklausel
  • BGH v. 12.12.2018 und 11.4.2018: Neues zur sog. Abwehrdeckung
  • OLG Nürnberg v. 14.1.2019, OLG Bamberg v. 2011.2018, OLG Hamburg v. 27.9.2018 und OLG Celle v. 19.9.2018: Zu Regressansprüchen des Rechtsschutzversicherers

5. Unfallversicherung

  • „Erhöhte Kraftanstrengung“ – was ist das? - u.a. OLG Hamm v. 17.5.2018, OLG Karlsruhe v.20.12.2018 und Was ist mit „Vorschäden“ (Vorinvalidität, Mitwirkung)? – u.a. OLG Koblenz 25.4.2018
  • Ärztliche Invaliditätsfeststellung – Geklärt: Grundsätzlich keine Belehrung der versicherten Person nötig: BGH v. 22.5.2019 / Wie und wann muss belehrt werden? – u.a. OLG Dresden v. 3.5.2018; OLG Karlsruhe v. 23.2.2018, OLG Köln v. 12.6.2018
  • Erstbemessung als Anerkenntnis? – OLG Düsseldorf v. 14.11.2018
  • Invaliditätsbemessung: „Sitz“ maßgebend!? – KG v. 27.7.2018, OLG Saarbrücken v. 21.3.2018
  • Neubemessung und Rückforderungsrisiko bei Gesundheitsverbesserung – u.a. OLG Frankfurt v. 21.3.2018, OLG Düsseldorf v. 12.10.2018

Teil 3: 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht

Thema: Versicherungsprozeßrecht

Referent(en): NEU: Edmund Schmitt, Vorsitzender Richter am OLG Köln („Versicherungssenat“) und Lehrbeauftragter der TH Köln, Fachbereich Versicherungswesen

 

Das an den Praktiker gerichtete Seminar behandelt wichtige Themen und Besonderheiten des Versicherungsprozesses, die für den Erfolg der Rechtsverfolgung und -verteidigung von Bedeutung sein können. Prozessuale Vorüberlegungen wie etwa die Wahl des Gerichtsstandes und der richtigen Klageart unter Berücksichtigung der verschiedenen Versicherungssparten und Fragen der aktiven und passiven Prozessführungsbefugnis werden ebenso behandelt wie die Themen Darlegungs- und Beweislast sowie Beweismittel, Beweiswürdigung und Beweismaßabsenkung.

Anhand von praktischen Fällen insbesondere aus dem Bereich des Sachversicherungsrechts werden mögliche Strategien aufgezeigt und wichtige, für den Prozesserfolg oft entscheidende Weichenstellungen erläutert.

Eine instruktive Arbeitsunterlage rundet die Veranstaltung ab.

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Frühjahr 12./13./14. März 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

NEU Mallorca im Mai 14./15./16. Mai 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht (nur 14. und 15. Mai 2020 möglich), Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht (nur 16. Mai 2020 möglich), Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Venedig im Herbst 1./2./3. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 22./23./24. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

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