Fortbildungsseminar "Verkehrsversicherungsrecht Aktuell" in Bonn am 5. Juli 2019

Freitag, den 5. Juli 2019, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 12019115

Tagungsort:

Hotel HILTON
Berliner Freiheit 2
53111 Bonn
Tel.: 0228-7269-0
http://www.hilton.com/
Das Hotel befindet sich am Rande der Innenstadt, direkt am Rhein und an der Kennedybrücke (nach Beuel). Vom Bonner Hauptbahnhof gehen Sie max. 15 Minuten.
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht

Thema: Abrechnung des Fahrzeugschadens einschl. Update Abgasskandal (Kauf, Leasing)

Referent(en): Rechtsanwalt Joachim Otting, rechtundraeder, Hünxe

 

Im Einzelnen:

1. Das Schadensrecht beherrschen, den Überblick behalten und die Systematik erkennen!

  • Verjährung der Grundforderung während des Prozesses: Wegfall des Schadens und Klageabweisung?
  • Regress des Versicherers gegen den Schadengutachter und/oder die Werkstatt: Rechtsgrundlagen, Überlegungen, Strategien, rechtliche Details, erste Urteile
  • Vorbereitend dazu: Die Rechtsprechung „Reparatur gemäß Gutachten“ (Update)
  • Aktuelle Rechtsprechung aus den Instanzen zu den einzelnen Schadenpositionen
  • Aktuelle Rechtsprechung des BGH zum WBW und zur Klage aus abgetretenem Recht bei Üblichkeitspositionen

2. Update Abgasskandal: Kauf und Leasing

  • Rückabwicklung (insb. darlehensfinanzierter) Verträge, Schadensersatz
  • Autoleasing: Sachmängelhaftung, vorzeitige Vertragsbeendigung

Teil 2: 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht

Thema: UPDATE im Verkehrsversicherungrecht, insb. Kraftfahrt- und Kaskoversicherung, sowie in der Verkehrsrechtschutzversicherung, insb. zum Systemwechsel des BGH zum „Versicherungsfall“ und „Leistungsversprechen"

Referent(en): Prof. Dr. Karl Maier, Direktor der Forschungsstelle Versicherungsrecht am Institut für Versicherungswesen (IVW) der TH Köln

 

Im Einzelnen:

Themenbereich 1: Neue Problemfälle und Abgrenzungsfragen aus der Kfz – Haftpflicht – und der Privathaftpflichtversicherung

  1. Ein – und Aussteigen (Kollision mit Radfahrer und geparktem Kfz: LG Saarbrücken 13 S 117/15; Aussteigen nach Verkehrsunfall und Sturz: BGH VI ZR 116/12; OLG Hamm r+s 2018, 134)
  2. Typischen Fahrerhandlungen (Aufstellen des Warndreiecks, Reifenwechsel, Aufsammeln verlorener Fahrzeugpapiere: OLG Hamm VersR 2009, 652; Beseitigen von Hinernissen beim Ausparken AG Regensburg 10 C 2535/17)
  3. Tanken
  4. Fernbedienung des Garagentors: LG Düsseldorf 22 S 19/12
  5. Be – und Entladen
  6. Schäden durch stehende Fahrzeuge (Selbstentzündung: OLG Düsseldorf NJW -RR 2011, 317; BGH (VI ZR 253/13; Brand in Werkstatt: OLG Köln - 3 U 111/15)
  7. Beschädigung von Waschanlagen( LG Kleve 5 S 146/15 gegen AG Köln NZV 2013, 193
  8. Fahrzeugreparaturen (BGH VersR 2007, 388; Starthilfe: LG Lübeck 14 S 86/15; Ablassen von Benzin: OLG Hamm 20 U 80/15; Schweißen: OLG Hamm r+s 2016, 32)
  9. Fahrzeug als Arbeitsmaschine (Entladen von Öl: BGH VI ZR 139/15
  10. Berührungslose Unfälle ( Sturz eines Motorrollers im Kreisverkehr und Unfallflucht: AG Bergisch Gladbach 63 C 172/16
  11. Kausalitätsfragen (Schäden durch Waschwasser: OLG Hamm VersR 88, 732)
  12. Verletzte Insassen (Zurechnungsfragen: OLG München 10 U 2718/15;; BGH r+s 2018, 273)

Themenbereich 2: Aktuelles zur Verkehrs – Rechtsschutzversicherung

  • Ganz aktuell: Die Rechtsprechung des BGH zum Eintritt des Versicherungsfalls und zur Unwirksamkeit der Vorerstreckungsklausel wegen Intransparenz (r+s 2018, 426)
  1. Grundsätzliches, Insassen als mitversicherte Personen, RS für Fußgänger
  2. Reichweite des RS bei verkehrsrechtlichen Straftaten
  3. Abgrenzung zum Allgemeinen Straf - RS
  4. Ab wann muss VN rechtsschutzversichert sein bei - Fahrerlaubnisentzug - Straftaten - Kaufrechtlichen Streitigkeiten - Streitigkeiten mit der Kaskoversicherung
  5. Versicherungsschutz bei nur teilweisem Rechtsschutz (Teildeckung: LG Freiburg 3 S 147/12)
  6. Reaktionsmöglichkeiten bei Berufung des VR auf fehlende Erfolgsaussicht

Themenbereich 3: Versicherungsrechtliche Folgen illegaler Straßenrennen

  1. LG Köln Urteil vom 14. April 2016 – 117Kls 19/15
  2. LG Berlin NStZ 2017, 471
  3. BHG Urteil vom 01. März 2018 – 4StR 399/17

Themenbereich 4: Tarifmerkmale: „Ich habe keinen Versicherungsschutz wenn jemand unter 25 Jahren mit meinem Auto fährt.“

  • Diese Aussage ist falsch, allenfalls droht eine Vertragsstrafe. AG Berlin-Charlottenburg 217 C 30/18; AG Gelsenkirchen SP 2011, 229; LG Dortmund, Urt. v. 10.07.2014 - 2 O 261/13

Themenbereich 5: Verkehrsrechtschutzversicherung, insb. zum Systemwechsel des BGH zum „Versicherungsfall“ und „Leistungsversprechen"

  • Die Frage, ab wann ein VN (Mandant) rechtsschutzversichert gewesen sein muss um für einen konkreten Rechtsstreit eine Deckungszusage des Rechtsschutzversicherers zu erhalten, zählt zu den wichtigsten Problemen in der Rechtsschutzversicherung.

  • Für den Rechtsanwalt ist es unabdingbar, hier die neuere Rechtbrechung des BGH (Beschluß vom 17. 10. 2007 - IV ZR 37/07) zum Eintritt des Versicherungsfalls zu kennen. Diese ist im Regelfall für den Mandant günstiger und hat beispielsweise zur Konsequenz, dass es ausreicht, wenn ein Mieter oder ein Arbeitnehmer zum Zeitpunkt einer Kündigung rechtsschutzversichert ist. Nach dem BGH kommt es maßgeblich darauf an, welchen Vorwurf der VN gegen den Gegner erhebt, auf Vorwürfe der Gegenseite (etwa auf Abmahnungen des Arbeitgebers) kommt es nicht an ( BGH, Urt. v. 25.2. 2015 - IV ZR 214/14). Über die sehr streitige Frage, ob diese Rechtsprechung auch dann Anwendung findet, wenn der VN verklagt wird (etwa AG Düsseldorf 44 C 433/15: Arbeitgeber klagt auf Rückzahlung von Fortbildungskosten, der Arbeitnehmer hält den in nicht rechtsschutzversicherter Zeit geschlossen Arbeitsvertrag für unwirksam), wird demnächst vom BGH (IV ZR 111/18) entschieden.

  • Zudem hat der IV. Zivilsenat des BGH mit seiner viel beachteten Entscheidung vom 4.7.2018 (IV ZR 200/16), in der er die so genannte Vorerstreckungsklausel in § 4 Abs. 3 Buchst. a ARB 2008 für intransparent erklärt hat, eine aus Sicht der Rechtsschutzversicherer empfindliche Lücke in deren Bedingungswerk gerissen. Darüberhians hat vor kurzem der 12. Zivilsenat des OLG Karlsruhe die Meldepflicht des VN nach § 11 Abs. 3 ARB 2000/10 für unwirksam erklärt. Nach dieser Bestimmung hat der VN nach Zugang einer Aufforderung des Versicherers diesem Änderungen prämienrelevanter Bezugsgrößen (etwa ein weiteres Kfz in der Verkehrs - Rechtsschutzversicherung) mitzuteilen.

  • In der Veranstaltung werden die relevanten Urteile des BGH und deren Auswirkungen auf die Praxis ebenso behandelt wie neu formulierte ARB, mit denen die Rechtsschutzversicherer die neue Rechtsprechung des BGH auffangen wollen.

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Gardasee im Herbst 3./4./5. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 24./25./26. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, DVEV Testamentsvollstrecker-Lehrgang, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 12./13./14. März 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

NEU Mallorca im Mai 14./15./16. Mai 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht (nur 14. und 15. Mai 2020 möglich), Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht (nur 16. Mai 2020 möglich), Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht