Fortbildungsseminar "Forum Personenschaden- und Versicherungsrecht" in Bonn am 8. Juni 2018

Freitag, den 8. Juni 2018, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

 

 


Tagungsort:
Hotel HILTON
Berliner Freiheit 2
53111 Bonn
Tel.: 0228-7269-0
http://www.hilton.com/
Das Hotel befindet sich am Rande der Innenstadt, direkt am Rhein und an der Kennedybrücke (nach Beuel). Vom Bonner Hauptbahnhof gehen Sie max. 15 Minuten.
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

 

 

 

Forum Update Personenschaden- und Versicherungsrecht

Freitag, den 8. Juni 2018, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr - 10 Zeitstunden
Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht, auch 7,5 oder 5 Stunden buchbar!

Teil 1: Freitag, den 8. Juni 2018, von 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Referent(en): Hans-Günter Ernst, Vors. Richter am OLG Düsseldorf (vormals Fachsenate für Arzthaftungssachen und Verkehrsrecht)

Thema: Die Berechnung des Personenschadens 2018 - Durchsetzung, Abwehr oder Regress von Ansprüchen (mit aktueller Rechtsprechung)

In dem Seminar werden die aktuellen Entscheidungen zum Personenschaden analysiert und für die anwaltliche Praxis strategisch aufbereitet. Schwerpunkt dabei sind etwa der Einfluss von Drittleistungen, die Risiken des Abfindungsvergleichs und die Aufbereitung des Haushaltsführungsschadens. Zur erfolgreichen Beweisführung werden Fragetechniken anhand von Fallbeispielen vermittelt und der optimale Umgang mit dem medizinischen Sachverständigen erläutert.

Im Einzelnen:

  1. Die Kunst des Abfindungsvergleichs
    • Arten des Abfindungsvergleichs
    • Formulierungsvorschläge
    • Belehrungspflichten des Rechtsanwalts
    • Drittleistungen
    • Häufige Fehlerquellen / Haftungsfallen
    • Kapitalisierung
    • Verjährung von nicht durch den Vergleich erfasster Schadensersatzansprüche
    • Abfindungsvergleich mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung
  2. Brennpunkt: Psychoschaden (PTBS und Somatisierungsstörung)
    • Zurechnung psychischer Folgeschäden
    • Überholende Kausalität
    • Renten- oder Begehrensneurose
    • „Allgemeine Schadensanfälligkeit“
    • Behandlungsfehler
    • Verkehrsunfallprozess: Schadensersatz bei aufregungsbedingtem Herzinfarkt
  3. Haushaltsführungsschaden RELOADED
    • Einbeziehung in den Abfindungsvergleich
    • Verletzter/Getöteter Haushaltsführer
    • Eheähnliche Lebensgemeinschaften
    • Rentenklage oder Abfindung
    • Haushaltsführungsschaden eines im Haushalt der Eltern lebenden, volljährigen und berufstätigen Kindes
    • Bemessung eines Haushaltsführungsschadens bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule
  4. Besonderheiten des Verdienstausfalls
    • Prognose
    • Anrechnung von Vorteilen
    • Dauer der Ersatzpflicht
    • Mittelbar Geschädigte
    • Erwerbsschadensermittlung bei einem jüngeren Kind
    • Anwaltsregress: Erwerbsschaden eines nach Verkehrsunfall querschnittgelähmten Securityverantwortlichen von Rockbands
    • Beweis der unfallbedingten Verletzung bei Geltendmachung übergegangener Entgeltfortzahlungsansprüche
  5. Die Schmerzensgeldteilklage
    • Taktik
    • Wahl einer offenen Schmerzensgeldteilklage
    • Schmerzensgeldanspruch eines Ehegatten wegen fehlerhafter ärztlicher Behandlung des anderen Ehegatten und daraus resultierender Impotenz

 

 

 

Teil 2: Freitag, den 8. Juni 2018, von 14.15 bis 17.00 Uhr - 2,5 Zeitstunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

Thema: Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Krankenversicherung

Personenversicherungsrechtliche Ansprüche sind bei der Bearbeitung des Personenschadensmandats stets mit in den Blick zu nehmen. Sie stehen selbständig neben Schadens- und Schmerzensgeldansprüchen gegen den Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherer. Anhand aktueller Rechtsprechung sollen typische Fehlerquellen und Haftungsrisiken der täglichen Rechtspraxis besprochen werden. Aus der Unfallversicherung gibt es Neues vom BGH vor allem zur Erst- und Neubemessung der Invalidität, aber auch zur Invaliditätsbemessung als solcher. Immer wieder ein Thema ist die „ärztliche Invaliditätsfeststellung“. In der Berufsunfähigkeitsversicherung hat der BGH sich zu den Anforderungen an eine „Verweistätigkeit“ positioniert. Ob in der Nachprüfung Lohn- und Preissteigerungen zu berücksichtigen sind, dazu verhält sich etwa das KG Berlin. Im Bereich der Krankentagegeldversicherung ist der Verlust des Krankentagegelanspruchs (ggf. auch rückwirkend), etwa bei Eintritt von Berufsunfähigkeit, zu beachten!

Im Einzelnen:

1. Unfallversicherung

  • neue „gelenkslose“ Gliedertaxe: Kein Konsens mit der „Konsensempfehlung“ - BGH v. 27.9.2017
  • Erst- und Neubemessung der Invalidität: Alles (un-) klar !? – BGH v. 18.10.2017
  • Rückforderungsrisiko bei Neubemessung – OLG Oldenburg v. 21.12.2016 contra OLG Brandenburg v. 1.2.2017
  • Und immer wieder: ärztliche Invaliditätsfeststellung – OLG Hamm v. 12.5.2017, OLG Düsseldorf v. 13.2.2017, OLG Bremen v. 9.2.2017

2. Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Anforderungen an die Verweistätigkeit – BGH v. 20.12.2017
  • Nachprüfung: Berücksichtigung von Lohn- und Preissteigerungen? – u.a. KG v. 10.1.2017
  • Verjährung – OLG Saarbrücken v. 3.5.2017
  • Streitwert – Vergleichsmehrwert? – OLG Hamm v. 19.4.2017

3. Krankentagegeldversicherung

  • Rückzahlungspflicht bei rückwirkender Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente – KG v. 4.4.2017
  • Berufsunfähigkeit iSv. d. MBKT – OLG Hamm v. 1.3.2017

 

 

Teil 3: Freitag, den 8. Juni 2018, von 17.10 bis 19.45 Uhr - 2,5 Zeitstunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

Thema: Gesundheitsdaten sowie Versicherer- und Vermittlerhaftung

Im Einzelnen:

1. Gesundheitsdaten

Ein VR, der rechtswidrig Daten erhebt, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen selbst dann nicht vom Vertrag lösen, wenn der VN bei Vertragsschluss arglistig getäuscht hatte. Die grundlegenden Entscheidungen des BGH werden aus Sicht der Praxis besprochen.

Zudem wird ein Einblick auf die praktische Bedeutung der am 25.5.2018 in Kraft tretenden und unmittelbar anwendbaren EU-Datenschutz-Grundverordnung, die für das Personenversicherungsrecht von grosser Bedeutung ist, gegeben.

Angesprochen werden u.a.: 

  • BGH v. 22.02.2017 - IV ZR 289/14 - VersR 2017, 469 - Grenzen für vertragliche Obliegenheiten und Anforderungen an die Datenerhebung durch den VR
  • BGH v.  5.7.2017 - IV ZR 121/15 - VersR 2017, 1129 - Anforderungen an die Einwilligung zur Datenerhebung und zum „Verwertungsverbot" selbst bei arglistiger Täuschung
  • OLG Düsseldorf v. 27.10.2017 - 4 U 145/16 - MedR 2017, 1004 (Leitsatz) - Datenerhebung nach dem Tod des VN
  • OLG Köln v. 30.9.2016 - 20 U 83/16 - RDV 2017, 92 - Schadensersatzanspruch wegen unbefugter Weitergabe von Gesundheitsdaten


2. Versicherer- und Vermittlerhaftung

Wenn sich im Schadensfall eine Deckungslücke zeigt oder der VR mit Erfolg die Anfechtung erklärt, wird der Anwalt des VN regelmäßig Schadensersatzansprüche gegen den Vermittler und/oder den VR prüfen müssen. Grundlegende Entscheidungen des BGH werden aus Sicht der Praxis besprochen. Daneben werden die Auswirkungen der - in Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie  - am 23.2.2018 in Kraft getretenen neuen VVG-Vorschriften erörtert.

Angesprochen werden u.a.:

  • BGH v. 28.6.2017 - IV ZR 440/14 - IV ZR 440/14 - VersR 2017, 997 - Ist ein Anspruch auf Schadensersatz bei der Verletzung von Informationspflichten möglich?
  • OLG Saarbrücken v. 26.4.2017 - 5 U 36/16 - Beratungspflichten des Vertreters beim Versichererwechsel
  • BGH v. 23.10.2014 - III ZR 82/13 - VersR 2015, 187 - zur Darlegungs- und Beweislast bei Ansprüchen gegen den Makler nach Arglistanfechtung durch den VR
  • BGHZ 203, 174 - u.a. zu Beweiserleichterungen bei Nichtbeachtung der Dokumentationspflicht
  • OLG Düsseldorf v. 10.3.2017 - 4 U 191/15 - VersR 2017, 1449 - Zurechnung einer arglistigen Täuschung durch den Makler

 

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

 

Zeitplan:

vormittags

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

13.45 bis 14.15 Uhr Mittagsimbiss/Mittagspause

nachmittags

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

insgesamt 10 Stunden

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.

Zur Anmeldung


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Meran/Südtirol im Herbst 4./5./6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 25./26./27. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 21./22./23. März 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Gardasee im Herbst 3./4./5. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht