Im ersten Teil der Veranstaltung sollen für die forensische Praxis bedeutsame aktuelle Entscheidungen zu klassischen Fragen der Unfallversicherung angesprochen werden:
- Wann liegt ein bedingungsgemäßer Unfall vor?
- Wann ist ein unfallbedingter Gesundheitsschaden nachgewiesen: OLG Dresden v. 21.1.2025 (Ruptur der Supraspinatussehne bei degenerativen Vorschäden und erst später Bildgebung), LG Freiburg v. 22.2.2024 (Auffahrunfall: Rotatorenmanschettenruptur und Schultersteife unfallbedingt?)
- Keine rechtzeitige, ordnungsgemäße ärztliche Invaliditätsfeststellung: Was nun? – OLG Dresden v. 27.2./11.3.2025, OLG Braunschweig v. 12.2.2025
- Wie richtig Invalidität bemessen und was gilt bei „Mitwirkung“, insbesondere wann sind (degenerative) Vorschäden anspruchsmindernd zu berücksichtigen? – OLG Dresden v. 21.1.2025
Im zweiten Teil wollen wir typische prozessuale Problemlagen der Berufsunfähigkeitsversicherung anhand aktueller Entscheidungen besprechen, und zwar:
- Was heißt „infolge Krankheit usw.“? – OLG Frankfurt v. 27.3.2025
- Was bedeutet die Behauptung „seit dem …“ berufsunfähig zu sein für die gerichtliche Prüfung? Zugleich zur Unterscheidung von Versicherungsfall und Streitgegenstand – OLG Celle v. 27.2.2025
- Welche Anforderungen sind an eine wirksames Nachprüfungsentscheidung zu stellen: Setzt der Wegfall von Berufsunfähigkeit „spiegelbildliche“ Berufsfähigkeit voraus? OLG Oldenburg v. 9.12.2024, OLG München v. 1.8.2024, OLG Hamm v. 16.2.2024
Im dritten Teil soll der Blick auf die aktuelle Entscheidung des BGH v. 12.3.2025 zur Frage der Wirksamkeit einseitiger Ersetzung der unwirksamen Klausel über die Herabsetzung des Krankentagegeldes