Im ersten Teil werden typische prozessuale Problemlagen der Berufsunfähigkeitsversicherung anhand aktueller Entscheidungen des BGH und aus der Instanz besprochen, und zwar:
– BGH v. 29.5.2024: Welcher Sachvortrag ist im Prozess auf Berufsunfähigkeitsleistungen erforderlich (z.B. „Stundenplan“, „typische Arbeitswoche“)?
– OLG Hamm v. 16.2.2024: Anforderungen an wirksames Nachprüfungsverfahren im Prozess; setzt der Wegfall von Berufsunfähigkeit „spiegelbildliche“ Berufsfähigkeit voraus?
Im zweiten Teil der Veranstaltung sollen für die forensische Praxis bedeutsame aktuelle Entscheidungen zu klassischen Fragen der Unfallversicherung angesprochen werden:
– Wann liegt ein bedingungsgemäßer Unfall vor?
– Unfallereignis: LG Siegen v. 29.11.2023, OLG Saarbrücken v. 13.3.2024
– unfallbedingter Gesundheitsschaden: OLG Dresden v. 21.1.2025 (Ruptur der Supraspinatussehne bei degenerativen Vorschäden und erst später Bildgebung), LG Freiburg v. 22.2.2024 (Auffahrunfall: Rotatorenmanschettenruptur und Schultersteife unfallbedingt?)
– „Mitwirkung“: Unter welchen Voraussetzungen sind (degenerative) Vorschäden anspruchsmindernd zu berücksichtigen? – OLG Dresden v. 21.1.2025
Im dritten Teil soll der Blick auf die aktuelle Entscheidung des BGH v. 12.3.2025 zur Frage der Wirksamkeit einseitiger Ersetzung der unwirksamen Klausel über die Herabsetzung des Krankentagegeldes