Gegenstand des Seminars werden einige typische Problemfelder des Beweisantragsrechts sein.
Anhand von möglichst aktueller höchstrichterlicher Entscheidungen sollen bestimmte Fehlerquellen behandelt werden, die der Verteidigung beim Stellen von Beweisanträgen (Beispiel: Darlegung von Konnexität) oder dem Tatgericht bei deren Ablehnung (Beispiel: Ablehnung wegen Bedeutungslosigkeit) verfahrensrechtlich relevante Schwierigkeiten bereiten können.
Das Ziel der Veranstaltung liegt zum einen darin, den Blick der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür zu schärfen, wo und wie die Verteidigung eigene einschlägige Fehler vermeiden kann, um gegebenenfalls die Erfolgsaussichten eines Beweisantrags zu erhöhen. Zum anderen soll das Verständnis dafür gefördert werden, wo und wie aus der Ablehnung eines Beweisantrags in geeigneten Fällen ein Vorteil gezogen werden kann – sei es durch die Möglichkeit der Rüge eines tatgerichtlichen Fehlers in der Revisionsinstanz oder sei es unter Umständen auch schon in der laufenden Tatsacheninstanz.