Fortbildungsseminar "Forum Personenversicherungsrecht" in Hannover am 2. November 2018

Freitag, den 2. November 2018, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht an einem Tag!
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 22018188

Tagungsort:

BEST WESTERN PREMIER Parkhotel Kronsberg
Gut Kronsberg 1
30539 Hannover
Telefon: +49 (0) 511-87400
www.parkhotel-kronsberg.de
südlich der Innenstadt, direkt neben der TUI-Arena und dem Messegelände. Es verfügt über 400 kostenfreie Parkplätze. Gute Anbindungen an die Autobahnen A2, A7 und A37 sowie zur Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Thema: Grundsatzentscheidungen und neuere Rechtsprechung zum Allgemeinen Versicherungsvertragsrechts und zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

 

Nicht nur Google, Facebook, große und kleine Unternehmen aus allen Bereichen, auch die Versicherungswirtschaft rätselt, was bringt die seit dem 25.5.2018 geltende Datenschutzgrundverordnung? Ein erster Überblick und Einschätzungen hierzu für den Bereich des Versicherungsrechts gibt die Veranstaltung. Daneben werden selbstverständliche aktuelle Entscheidungen und Fragen für die Praxis besprochen werden. So hat z.B. der BGH (v. 4.4.2018) die für vertragliche Obliegenheiten bedeutsame und umstrittene Frage geklärt, ob eine wirksame Sanktionsklausel eine Regelung nach § 28 Abs. 4 VVG erfordert. Die Vorvertragliche Anzeigepflicht/arglistige Täuschung - und hier insbesondere Fragen der Arglist, Zurechnung und spontanen Offenbarungspflicht – ist Gegenstand zahlreicher aktueller Urteile ( z.B. OLG Karlsruhe v. 20.4.2018 als Berufsentscheidung zu LG Heidelberg „Multiple Sklerose“). Zur Belehrung über das Widerrufsrecht und Grundsätzliches zur Rückabwicklung hat der BGH geklärt (v. 13.9.2017). Wann ist ein Anerkenntnis in der Berufsunfähigkeitsversicherung zu fingieren und welche Konsequenzen hat das (OLG Celle v. 9.4.2018)? Wie ist eine Karenzzeitregelung in der Krankentagegeldversicherung auszulegen und schaden Belastungserprobungen“ (BGH v. 9.5.2018)? Und wie ist es in der Rechtsschutzversicherung, wenn der VR Abwehrdeckung zusagt (BGH v. 11.4.2018)?

Im Einzelnen:

1. VVG AT

  • BGH 05.07.2017 IV ZR 508/14 r+s 2017, 490 (Voraussetzungen und Grenzen der Arglistanfechtung)
  • BGH 10.05.2017 IV ZR 30/16 VersR 2017, 937 (Die Zurechnung des Wissens von Quasi-Agenten)
  • OLG Dresden 06.06.2017 4 U 1416/16 VersR 2017, 1065 (Vertragsänderungsbefugnis des Versicherers bei Verletzung der Anzeigeobliegenheit)
  • BGH 21.06.2017 IV ZR 176/15 NJW 2017, 2406 (Rückzahlungsansprüche des Versicherungsnehmers bei Widerruf eines Versicherungsvertrages)
  • OLG Celle 30.11.2017 8 U 27/17 BeckRS 136112 (Wirksamkeit von AVB ohne Regelung der Belehrungspflichten)
  • BGH 05.07.2017 IV ZR 212/15 VersR 2017, 1129 (Rechtliche Probleme der Schweigepflichtentbindung)
  • OLG Düsseldorf 27.10.2017 4 U 145/16 juris (Schweigepflichtentbindung nach dem Todesfall)

2. Berufsunfähigkeitsversicherung

  • BGH 14.12.2017 IV ZR 527/15 NJW 2016, 1720 (Wirtschaftlich oder gesundheitlich bedingter Berufswechsel)
  • BGH 19.072017 IV ZR 535/17 NJW-RR 2017, 1066 (Bemessung des Grades der Berufsunfähigkeit)
  • BGH 1.02.2017 IV ZR 280/15 NJW-RR 2017, 739 (Zulässigkeit außervertraglicher Vereinbarungen)
  • BGH 20.12.2017 IV ZR 11/16 juris (Grenzen der Verweisung)
  • OLG Frankfurt 21.11.2017 14 U 13/17 juris (Feststellung einer zur Berufsunfähigkeit führenden Krankheit)
  • OLG Hamm 11.12.2017 6 U 92/17 BeckRS 139387 (Beweislast bei mitgebrachter Berufunfähigkeit)

 

3. Gesundheitsdaten

Ein VR, der rechtswidrig Daten erhebt, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen selbst dann nicht vom Vertrag lösen, wenn der VN bei Vertragsschluss arglistig getäuscht hatte. Die grundlegenden Entscheidungen des BGH werden aus Sicht der Praxis besprochen.

Zudem wird ein Einblick auf die praktische Bedeutung der am 25.5.2018 in Kraft tretenden und unmittelbar anwendbaren EU-Datenschutz-Grundverordnung, die für das Personenversicherungsrecht von grosser Bedeutung ist, gegeben.

Angesprochen werden u.a.: 

  • BGH v. 22.02.2017 - IV ZR 289/14 - VersR 2017, 469 - Grenzen für vertragliche Obliegenheiten und Anforderungen an die Datenerhebung durch den VR
  • BGH v.  5.7.2017 - IV ZR 121/15 - VersR 2017, 1129 - Anforderungen an die Einwilligung zur Datenerhebung und zum „Verwertungsverbot" selbst bei arglistiger Täuschung
  • OLG Düsseldorf v. 27.10.2017 - 4 U 145/16 - MedR 2017, 1004 (Leitsatz) - Datenerhebung nach dem Tod des VN
  • OLG Köln v. 30.9.2016 - 20 U 83/16 - RDV 2017, 92 - Schadensersatzanspruch wegen unbefugter Weitergabe von Gesundheitsdaten

 

Teil 2: 14.15 bis 17.00 Uhr - 2,5 Zeitstunden

2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Thema: Unfallversicherung, Krankheitskostenversicherung, Krankentagegeldversicherung

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

 

Die tägliche gerichtliche Praxis der Referenten, aber auch die aktuell veröffentlichte Rechtsprechung zeigt die Bedeutung des Personenversicherungsrechts für die anwaltliche Tätigkeit. In der Unfallversicherung gibt es Neues vom BGH vor allem zur Erst- und Neubemessung der Invalidität, aber auch zur Invaliditätsbemessung als solcher. Weitere Stichworte sind hier: „Risiko Neubemessung“ (Rückforderungsanspruch des VR?) und die ärztliche Invaliditätsfeststellung das „immer noch unbekannte Wesen“ (Anspruchsvoraussetzung!). Im Bereich der Krankentagegeldversicherung ist der Verlust des Krankentagegelanspruchs (ggf. auch rückwirkend), etwa bei Eintritt von Berufsunfähigkeit, zu beachten! In der Krankheitskostenversicherung ist die künstliche Befruchtung wieder Thema. Und ganz aktuell: unwirksame Prämienanpassungen!

Im Einzelnen:

1. Unfallversicherung

  • neue „gelenkslose“ Gliedertaxe: Kein Konsens mit der „Konsensempfehlung“ - BGH v. 27.9.2017
  • Erst- und Neubemessung der Invalidität: Alles (un-) klar !? – BGH v. 18.10.2017
  • Rückforderungsrisiko bei Neubemessung – OLG Oldenburg v. 21.12.2016 contra OLG Brandenburg v. 1.2.2017
  • Und immer wieder: ärztliche Invaliditätsfeststellung – OLG Hamm v. 12.5.2017, OLG Düsseldorf v. 13.2.2017, OLG Bremen v. 9.2.2017

2. Krankheitskostenversicherung

  • künstliche Befruchtung mittels verbotener Eizellspende im Ausland – BGH v. 14.6.2017
  • künstliche Befruchtung: Vertragliche Beschränkung auf Ehepartner und Höchstzahl, wirksam? – OLG Karlsruhe v. 13.10.2017
  • unwirksame Prämienanpassung – u.a. LG Potsdam v. 27.9.2017, LG Berlin v. 10.1.2018 

3. Krankentagegeldversicherung

  • Rückzahlungspflicht bei rückwirkender Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente – KG v. 4.4.2017
  • Berufsunfähigkeit iSv. d. MBKT – OLG Hamm v. 1.3.2017


 

Teil 3: 17.10 bis 19.45 Uhr - 2,5 Zeitstunden

2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Thema: Versicherer- und Vermittlerhaftung

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

Im Einzelnen:

Wenn sich im Schadensfall eine Deckungslücke zeigt oder der VR mit Erfolg die Anfechtung erklärt, wird der Anwalt des VN regelmäßig Schadensersatzansprüche gegen den Vermittler und/oder den VR prüfen müssen. Grundlegende Entscheidungen des BGH werden aus Sicht der Praxis besprochen. Daneben werden die Auswirkungen der - in Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie  - am 23.2.2018 in Kraft getretenen neuen VVG-Vorschriften erörtert.

Angesprochen werden u.a.:

  • BGH v. 28.6.2017 - IV ZR 440/14 - IV ZR 440/14 - VersR 2017, 997 - Ist ein Anspruch auf Schadensersatz bei der Verletzung von Informationspflichten möglich?
  • OLG Saarbrücken v. 26.4.2017 - 5 U 36/16 - Beratungspflichten des Vertreters beim Versichererwechsel
  • BGH v. 23.10.2014 - III ZR 82/13 - VersR 2015, 187 - zur Darlegungs- und Beweislast bei Ansprüchen gegen den Makler nach Arglistanfechtung durch den VR
  • BGHZ 203, 174 - u.a. zu Beweiserleichterungen bei Nichtbeachtung der Dokumentationspflicht
  • OLG Düsseldorf v. 10.3.2017 - 4 U 191/15 - VersR 2017, 1449 - Zurechnung einer arglistigen Täuschung durch den Makler

 

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zur Anmeldung Fortbildung gem. § 15 FAO

Forum Personenversicherungsrecht Hannover am 2. November 2018

 

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Meran/Südtirol im Herbst 4./5./6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 25./26./27. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 21./22./23. März 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Gardasee im Herbst 3./4./5. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht