Fortbildungsseminar "Forum Personenschaden- und Versicherungsrecht" in Neumarkt bei Nürnberg am 11. Oktober 2019

Freitag, den 11. Oktober 2019, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 22019243

Tagungsort:

Park Inn by Radisson Neumarkt
Nürnberger Str. 4
92318 Neumarkt in der Oberpfalz
Telefon: 09181 89890
https://www.parkinn-hotel-neumarkt.de/lage-anfahrt/
im Zentrum "Neuer Markt" vom Neumarkt, große Tiefgarage mit Einfahrt über Dammstraße.
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Thema: Nachweis und Höhe des Personenschadens 2019: Was ist neu? Was bleibt wichtig?

Referent(en): Hans-Günter Ernst, Vors. Richter am OLG Düsseldorf (vormals Fachsenat für Verkehrsrecht und Fachsenat für Arzthaftungssachen)

Die Rechtsprechung zum Personenschaden - insbesondere zur Höhe - bleibt in Bewegung. In dem Seminar werden die aktuellen Entscheidungen analysiert und für die anwaltliche Praxis strategisch aufbereitet. Chancen und Risiken des Abfindungsvergleichs werden ebenso besprochen wie Besonderheiten zum Erwerbschaden, den Vermehrten Bedürfnissen und dem Haushaltsführungsschaden und dem Schmerzensgeld. Zur erfolgreichen Beweisführung werden wiederum Fragetechniken, der optimale Umgang mit dem medizinischen Sachverständigen und dessen Haftungsrisiken erläutert.

Im Einzelnen u.a.:

Zum Abfindungsvergleich

  • Der Einfluss von Drittleistungen
  • Häufige Fehlerquellen / Haftungsfallen
  • Notwendige Vorbehalte aus Sicht des Geschädigten
  • Erforderlichkeit der Genehmigung durch das Betreuungsgericht
  • Gegenstandswert
  • Umfang des Verzichts auf immaterielle und materielle Zukunftsansprüche
  • Anfechtung/Störung der Geschäftsgrundlage
  • Belehrungspflichten

Zur Beweisführung

  • Kausalität/Zurechnungszusammenhang
  • Zutreffende Befragung des medizinischen Sachverständigen
  • Haftung des gerichtlichen Sachverständigen
  • Haftung auf Grund einer psychischen Erkrankung eines geschädigten Straßenbahnfahrers
  • Ererbter Schadenersatz- und Schmerzensgeldanspruch aufgrund eines groben Behandlungsfehlers
  • Verjährung von Ansprüchen aufgrund einer durch den Tod des Vaters verursachten psychischen Schädigung

Zum Haushaltsführungsschaden

  • Berechnung: Sind die gebräuchlichen Quellen (Pardey, Haushaltsführungsschaden) noch zeitgemäß?
  • Verletzungsbedingte Einschränkung der wegen einer sittlichen Verpflichtung erfolgenden Haushaltsführung bei den betagten Eltern
  • Ist ein Stundensatz von 8,00 € für normale Haushaltstätigkeiten angemessen und ausreichend ?
  • Ausschluss des Haushaltsführungsschadens bei MDE unter 20% oder etwa bei nur (starker) Einschränkung der rechten Hand?
  • Verletzter/Getöteter Haushaltsführer/Eheähnliche Lebensgemeinschaften: Einfluss von Drittleistungen

Zum Verdienstausfall

  • Darlegung und Beweis bei unfallbedingter Verzögerung einer Unternehmensgründung
  • Schätzung des Verdienstausfallschadens eines Rechtsanwalts im Rahmen der Schmerzensgeldbemessung; Feststellungsinteresse für immateriellen Vorbehalt
  • Erwerbsausfallschaden der bei einem Motorradunfall als Beifahrerin verletzten Ehefrau gegen Haftpflichtversicherer des Ehemanns
  • Geltendmachung unfallbedingt entgangener Bonuszahlungen durch einen Medizinproduktberater

Zum Schmerzensgeld

  • Neue Methoden der Bemessung
  • Taktik: Wahl einer offenen Schmerzensgeldteilklage
  • Schmerzensgeld für erlittene Körperverletzungen: Vom Klageantrag erfasste Schadensfolgen

Zu Vermehrten Bedürfnissen

  • Beschäftigung einer Pflegeperson/Betreuungsaufwand naher Angehöriger
  • Ersatzfähiger Aufwand zur Befriedigung vermehrter Bedürfnisse: Zumutbare Lebensgestaltung
  • Gibt es eine allgemeine Obergrenze auf den doppelten Betrag (oder ein anderes Vielfaches) der jeweiligen Heimunterbringungskosten?

 

Änderungen aus Gründen der Aktualität bleiben vorbehalten!

 

Teil 2: 14.15 bis 17.00 Uhr - 2,5 Zeitstunden

2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Was ist NEU? Was ist WICHTIG?

Die Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung in der anwaltlichen und gerichtlichen Praxis ist erheblich. Daher werden wichtige, aktuelle Entscheidungen des BGH dazu, was bei der Erst- und Nachprüfung zu beachten ist, dargestellt und ihre Auswirkungen auf die Praxis besprochen. Dabei geht es u.a. um folgende Themen: Was ist der maßgebliche Beruf bei mehreren Tätigkeiten? Ist ein Nachprüfungsverfahren bei fehlendem, aber gebotenem Anerkenntnis des VR nötig? Und woraus folgt das ggf. und noch wichtiger: Was folgt daraus unter taktischen Erwägungen? Ganz wichtig: Findet bei einer Verweisung in der Nachprüfung eine Einkommensfortschreibung statt oder nicht? Wann ist Berufsunfähigkeit weggefallen? Und was ist der maßgebliche Bezugspunkt der Vergleichsbetrachtung?

Der BGH hat für die Rechtsschutzversicherung grundlegend geklärt, wann der Versicherungsfall im sog. Passivprozess des VN eintritt. Auch im Übrigen führt die aktuelle Rechtsprechung des BGH zu bedeutenden Änderungen (u.a. zur Abwehrdeckung, Vorerstreckungsklausel), diese werden vertieft erörtert.

In der Haftpflichtversicherung hat sich der BGH mit der Frage befasst, wann der Rechtsanwalt einen Vergütungsanspruch gegen den Versicherer hat und wann nicht. Daneben werden die versicherungsrechtliche Konsequenzen eines Abfindungsvergleichs mit dem Haftpflichtversicherer aufgezeigt und es wird die Rechtsstellung des Geschädigten anhand aktueller BGH-Entscheidungen beleuchtet.

In der privaten Unfallversicherung immer ein Thema ist die (rechtzeitige) ärztliche Invaliditätsfeststellung bzw. deren Fehlen. Grundsätzliches dazu gibt es aktuell vom BGH: Gilt die Hinweispflicht nach § 186 S.1 VVG auch gegenüber der versicherten Person? Was gilt bei „Vorschäden“: Aktuelles zu Vorinvalidität und Mitwirkung! Ist die Erstbemessung des VR ein Anerkenntnis? Und wie sieht es mit dem Rückforderungsrisiko bei einer Neubemessung aus?

Die angesprochenen Entscheidungen werden – soweit geboten - u.a. dogmatisch bewertet (ggf. unter Auseinandersetzung mit abweichender Rechtsprechung und/oder Schrifttum) und auch deren Auswirkungen für die Praxis beleuchtet, insbes. auch hinsichtlich noch offener (Rechts-)Fragen.

Themen: UPDATE Berufsunfähigkeitsversicherung, Forderungsausfallversicherung, Haftpflichtversicherung

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

Im Einzelnen:

1. Berufsunfähigkeitsversicherung

  • BGH v. 3.4.2019: Rechtsweg bei branchenspezifischen Pensionskassen
  • BGH v. 16.1.2019: Was ist der maßgebliche Beruf bei mehreren Tätigkeiten?
  • Stammrechts- oder Einzelverjährung? – geklärt durch BGH v. 3.4.2019: Stammrechtsverjährung!
  • BGH v. 13.3.2019: Nachprüfungsverfahren bei fehlendem, aber gebotenem Anerkenntnis nötig!
  • BGH v. 26.6.2019: Verweisung in der Nachprüfung: Einkommensfortschreibung oder nicht?
  • KG v. 13.11.2018: Bezugspunkt der Vergleichsbetrachtung

2. Forderungsausfallversicherung

   Es werden die grundlegenden Entscheidungen des BGH vorgestellt:

  • BGH v. 13.9.2017 - IV ZR 302/16 - VersR 2017, 1330 - Intransparenz einer Klausel über Inhalt und Umfang der versicherten Schadensersatzansprüche
  • BGH v. 15.2.2017 - IV ZR 202/16 - VersR 2017, 948 - zum Deckungsausschluss für bestrittene Forderungen
  • BGH v. 28.5.2015 - IV ZR 269/14 - VersR 2016, 41 - Leistungsfreiheit wegen „ungewöhnlichen und gefährlichen Tuns“; Voraussetzung eines „rechtskräftig gewordenen und vollstreckbaren Titels“

3. Haftpflichtversicherung

  • BGH v. 10.1.2019: Wer ist der Vertragspartner des Anwalts und wann ist ein Anwaltsvertrag nichtig?
  • Zu versicherungsrechtlichen Konsequenzen eines Abfindungsvergleichs (u.a. LG Saarbrücken v. 22.11.2018 und OLG Hamm v. 15.6.2016)
  • Daneben wird ein Überblick über die Rechtsstellung des geschädigten Dritten anhand grundlegender BGH-Entscheidungen gegeben:
    - BGH v. 13.4.2016; 20.4.2016 - Wozu führt die Abtretung des Deckungsanspruches an den Geschädigten?
    - BGH v. 7.4.2016 - Wozu führt das Absonderungsrecht im Insolvenzfall?
    - BGH v. 7.4.2016; 18.8.2016 - Wozu führt die Freigabe der Versicherungsforderung durch den Insolvenzverwalter des Schädigers?

 

Teil 3: 17.10 bis 19.45 Uhr - 2,5 Zeitstunden

2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Verkehrsrecht oder im Versicherungsrecht oder im Medizinrecht

Themen: UPDATE Rechtsschutzversicherung, Unfallversicherung

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

Im Einzelnen:

4. Rechtsschutzversicherung

  • BGH v. 3.7.2019: Grundsatzurteil zum Versicherungsfall beim Passivprozess
  • BGH v. 4.7.2018: Zum Versicherungsfall im Aktivprozess und zur Vorerstreckungsklausel
  • BGH v. 12.12.2018 und 11.4.2018: Neues zur sog. Abwehrdeckung
  • OLG Nürnberg v. 14.1.2019, OLG Bamberg v. 2011.2018, OLG Hamburg v. 27.9.2018 und OLG Celle v. 19.9.2018: Zu Regressansprüchen des Rechtsschutzversicherers

5. Unfallversicherung

  • „Erhöhte Kraftanstrengung“ – was ist das? - u.a. OLG Hamm v. 17.5.2018, OLG Karlsruhe v.20.12.2018 und Was ist mit „Vorschäden“ (Vorinvalidität, Mitwirkung)? u.a. OLG Koblenz 25.4.2018
  • Ärztliche Invaliditätsfeststellung – Geklärt: Grundsätzlich keine Belehrung der versicherten Person nötig: BGH v. 22.5.2019 / Wie und wann muss belehrt werden? u.a. OLG Dresden v. 3.5.2018; OLG Karlsruhe v. 23.2.2018, OLG Köln v. 12.6.2018
  • Erstbemessung als Anerkenntnis? – OLG Düsseldorf v. 14.11.2018
  • Invaliditätsbemessung: „Sitz“ maßgebend!? – KG v. 27.7.2018, OLG Saarbrücken v. 21.3.2018
  • Neubemessung und Rückforderungsrisiko bei Gesundheitsverbesserung – u.a. OLG Frankfurt v. 21.3.2018, OLG Düsseldorf v. 12.10.2018

 

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Gardasee im Herbst 3./4./5. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 24./25./26. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, DVEV Testamentsvollstrecker-Lehrgang, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 12./13./14. März 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

NEU Mallorca im Mai 14./15./16. Mai 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht (nur 14. und 15. Mai 2020 möglich), Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht (nur 16. Mai 2020 möglich), Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht