Fortbildungsseminar "Miet- und Wohnungseigentumsrecht Aktuell" in Hamburg am 14. Juni 2019

Freitag, den 14. Juni 2019, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Miet- und Wohnungseigentumsrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 12019094

Tagungsort:

Empire Riverside Hotel
Bernhard-Nocht-Str. 97
20359 Hamburg
Telefon 040 / 31 11 9 - 0
http://www.empire-riverside.de
Das Hotel liegt auf der Reeperbahn/St. Pauli in exponierter Lage und ist sehr gut auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Thema: Das Wohnungseigentumsrecht im Spiegel der höchstrichterlichen Rechtsprechung

Referent(en): Prof. Dr. Florian Jacoby, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens-, Insolvenz- und Gesellschaftsrecht der Universität Bielefeld

Im Einzelnen:

Die Veranstaltung knüpft an das im Jahre 2017 unter gleichem Thema durchgeführte Seminar an, ohne dass es zu thematischen Überschneidungen kommt. Nach wie vor will das Seminar zu ausgewählten Themenbereichen die einschlägige Rechtsprechung vorstellen, verallgemeinerungsfähige Grundsätze herausarbeiten, um so auch für noch offene Fragen Lösungsansätze vorzustellen.

Das Seminar beginnt mit einem Überblick über die Entwicklung der höchstrichterlichen WEG-Rechtsprechung in den vergangenen 12 Monaten. Im Anschluss daran widmet es sich ausgewählten Themen, zu denen die Rechtsprechung in den letzten Jahren klare Leitlinien entwickelt hat. Im Mittelpunkt dieses Seminars sollen folgende Themen stehen: vermietete Eigentumswohnung, die Entstehungsphase der Wohnungseigentümergemeinschaft, unklare Regelungen in der Teilungserklärung sowie die Beschlussfassung in der Eigentümerversammlung.

In den letzten 12 Monaten hat der BGH nicht weniger als 25, teilweise wegweisende Entscheidungen erlassen, u.a. zu:

  • Fälligkeitstheorie bestätigt (BGH v. 15.12.2017 - V ZR 257/16)
  • Abrechnungspflicht bei Verwalterwechsel (BGH v. 16.2.2018 - V ZR 89/17)
  • Haftungsrisiken der Beteiligten bei verzögerter Sanierung (BGH v. 23.2.2018 – V ZR 101/16)
  • Regelung der Instandsetzungsverantwortlichkeit in der Teilungserklärung (BGH v. 4.5.2018 - V ZR 163/17).

Teil 2: 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Thema NEU: Instandsetzung und Modernisierung im Mietrecht

Referent(en): Rechtsanwalt Dr. Carsten Brückner, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Berlin und Vorsitzender des Landesverbandes Haus & Grund Berlin; Mitglied im Vorstand des Zentralverbandes Haus & Grund Deutschland; www.vermieterexperte.de

 

1. Die Instandsetzung der Mietsache

Einfach den Handwerker losschicken, wenn der Mieter dem Vermieter einen Mangel an der Mietsache gemeldet hat, war gestern. Spätestens mit der Einführung des § 555a BGB zum 1.5.2013 ist der Umgang der Instandhaltung und Instandsetzung den Anforderungen einer Modernisierung gleichgestellt.
Der Vermieter steht aber bei Erhaltungsmaßnahmen an der Mietsache unter einem besonderen Druck, denn er schuldet dem Mieter eine mangelfreie Mietsache. Der Mieter kann für die Dauer des Vorhandenseins eines Mangels die Miete mindern und kann bei Zeitverzug der Mangelbeseitigung Schadensersatzansprüche erheben. Der Gesetzgeber erlaubt sogar ab einem bestimmten Zeitpunkt dem Mieter, den Mangel selbst zu beseitigen und die dafür aufgewendeten Kosten beim Vermieter geltend zu machen.

Die Gerichte wenden die Vorschrift des § 555a BGB restriktiv an und stellen hohe Hürden auf, die der Vermieter auf seinem Weg zur Mangelbeseitigung überspringen muss.

Das Seminar vermittelt einen sicheren Umgang mit Mängeln an der Mietsache vom Zeitpunkt der Entstehung eines Mangels, über die Mängelanzeige, die Ankündigung des beabsichtigten Vorgehens des Vermieters zur Beseitigung des Mangels, die Besichtigung der Mietsache, die Maßnahmen zur Beseitigung des Mangels und die Nachkontrolle der erfolgten Mangelbeseitigung.

In jedem Stadium des Mangelbeseitigungsverfahrens stehen den Mietvertragsparteien Rechte zu, sie sind aber auch durch Pflichten dem Vertragspartner gegenüber zu bestimmten Handlungen mit unterschiedlichen Rechtsfolgen verpflichtet.

Schwerpunkte:

  • Feststellung und Mitteilung von Mängeln an der Mietsache
  • Ankündigung und Durchführung von Besichtigungen
  • Ankündigung und Durchführung von Beseitigungsmaßnahmen
  • Terminvorschlags-, -mitwirkungs- und Wahrnehmungspflichten
  • Minderungs- und Zurückbehaltungsrechte des Mieters
  • Verlust des Minderungsrechts des Mieters
  • Überschneidung von Instandsetzung mit Modernisierung
  • Instandhaltung und Untermiete
  • Instandhaltung und Versicherungen

 

2. Modernisierung im Mietrecht

Das Seminar behandelt alle Schritte von der Ermittlung eines Modernisierungsbedarfs, Ankündigung, Durchführung, Abschluss und Erhöhung der Miete unter Berücksichtigung notwendiger Instandsetzungsanteile; es ermöglicht einen sicheren Umgang mit der Thematik.

Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Gebäudebestandes in Deutschland sind Anliegen der Politik und der Gesellschaft. Bauliche Maßnahmen als Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen verfolgen dieses Ziel.

Eine Modernisierung stellt einen erheblichen Eingriff in das Mietverhältnis dar, denn es erfährt durch die Modernisierung mehrfach Änderungen. Durch die Maßnahme wird der vereinbarte Zustand der Mietsache geändert; der Inhalt der Hauptleitungspflicht des Vermieters wird ein anderer. Die Hauptleistungspflicht des Mieters ändert sich mit Ausspruch der Modernisierungsmieterhöhung durch den Vermieter.

An die Ankündigung und Durchführung einer Modernisierungsmaßnahme werden weiterhin hohe Anforderungen gestellt. Gleiches gilt für die Modernisierungsmieterhöhung. Bauliche Maßnahmen, insbesondere die energetische Modernisierung, stoßen inzwischen an die Grenzen wirtschaftlicher Durchführbarkeit bei den Mietvertragsparteien. Die ordnungsgemäße Ankündigung, rücksichtsvolle Durchführung und rechtmäßige Erhöhung der Miete nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahme erfordert besonderes Augenmerk, um keine Nachteile zu erleiden.

Schwerpunkte:

  • Abgrenzung Erhaltungsmaßnahmen zu Modernisierungsmaßnahmen
  • Bedarfsermittlung Erhaltung und Modernisierung
  • Die einzelnen Modernisierungsalternativen
  • Ankündigung und Durchführung von Besichtigungen
  • Ankündigung und Durchführung von baulichen Maßnahmen
  • Terminvorschlags-, -mitwirkungs- und Wahrnehmungspflichten
  • Minderungs- und Zurückbehaltungsrechte des Mieters
  • Überschneidung Instandsetzung mit Modernisierung
  • Modernisierungsmieterhöhung
  • Modernisierung und Untermiete
  • Prozessuale Durchsetzbarkeit der Modernisierungsduldung und Modernisierungsmieterhöhung

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Gardasee im Herbst 3./4./5. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 24./25./26. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, DVEV Testamentsvollstrecker-Lehrgang, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 12./13./14. März 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht