Save the date for MALLORCA 2021: 9. bis 11. September 2021 und 21. und 23. Oktober 2021

Mehr zum Seminar "Strafrecht" auf Mallorca vom 9. bis 11. September 2021

3 x 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Strafrecht
15, 10 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

 

Donnerstag, den 9. September 2021, 08.30 bis 13.45 Uhr

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Strafrecht

Thema: Aktuelle Entwicklungen in Rechtsprechung und Gesetzgebung; insbesondere auch zum Verbandssanktionengesetz

Referent: Rechtsanwalt Dr. Bernd Wagner, Kanzlei BG124, Hamburg, seit 1983 Strafverteidiger, bis 1998 Professor für Strafrecht, Strafverfolgung, Strafvollzug

 

Nomen est omen: das Thema beschreibt den Inhalt. Aus der aktuellen Rechtsprechung werden praxisrelevante Entwicklungen und Einzelentscheidungen vorgestellt und unter dem Gesichtspunkt der Handlungskompetenz analysiert. Das Verbandssanktionengesetz wird das Tätigkeitsgebiet von Strafverteidigung erheblich ausweiten. Daher macht es Sinn, sich schon jetzt damit zu befassen.


Freitag, den 10. September 2021, 08.30 bis 13.45 Uhr

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Strafrecht

Thema: Kapitalstrafsachen / Indizienprozess / Medizinstrafrecht

Referent: Rechtsanwalt Dr. Bernd Wagner, Kanzlei BG124, Hamburg, seit 1983 Strafverteidiger, bis 1998 Professor für Strafrecht, Strafverfolgung, Strafvollzug

 

Kapitalstrafsachen stellen in der Regel besondere Herausforderungen an eine engagierte Verteidigung. Die Verteidigungspraxis wird meist durch die Straferwartung mit der Perspektive der Sicherungsverwahrung und durch die regelmäßige Einbeziehung außerstrafrechtlicher Kompetenzgebiete (Psychowissenschaften, Rechtsmedizin  und Kriminalistik (zB DNA-Beweis) geprägt. Eine sichere Beherrschung der Mordmerkmale, der Abgrenzung von Vorsatz und Fahrlässigkeit, des Versuchs, der Unterlassungs- und Fahrlässigkeitsdogmatik, der Notwehrverteidigung und der Schuldmerkmale sowie  der minder schweren Fälle ist gefordert. Und schließlich gilt es, die Regeln des Indizienprozesses zu beherrschen. Die materiellrechtlichen und verfahrensrechtlichen Grundlagen werden ebenso referiert wie Grundlagen kriminalitätstypischer fremdwissenschaftlicher Erkenntnisse. Zudem werden typische Verteidigungsstrategien anwendungsbezogen anhand von Beispielen durchgespielt.

Dabei wird immer auch ein Blick auf das benachbarte Gebiet des Medizinstrafrechts zu Behandlungsfehlerfällen geworfen.



Samstag, den 11. September 2021, 08.30 bis 13.45 Uhr

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Strafrecht

Thema: Verteidigung mit dem Unmittelbarkeitsgrundsatz

Referent: Rechtsanwalt Dr. Bernd Wagner, Kanzlei BG124, Hamburg, seit 1983 Strafverteidiger, bis 1998 Professor für Strafrecht, Strafverfolgung, Strafvollzug

 

Die StPO stellt dem Inquisitionsprinzip (Eröffnungsentscheidung, Wahrheitserforschung und Urteil aus einer Hand) das Unmittelbarkeitsprinzip  entgegen. Nur wenn (in der Hauptverhandlungs-Öffentlichkeit und) unmittelbar vor den Augen des Gerichts sich der Akteninhalt nach kritischer Beleuchtung in der Hauptverhandlung bestätigt, kann verurteilt werden. Dies kommt insbesondere in § 250 StPO zum Ausdruck. Die sog. Inbegriffsrüge verleiht diesem Grundsatz auch in der Revision den erforderlichen Nachdruck.

Aber das Unmittelbarkeitsprinzip erscheint einer verurteilungsbereiten Justiz bisweilen zeitraubend und lästig und sieht sich Angriffen aus zahlreichen Richtungen ausgesetzt. Zum Beispiel:

  • Der Ermittlungsführer wird als erster Zeuge „zum Gang des Verfahrens“ vernommen und strukturiert alles vor, was in den Akten steht.
  • Dem Verhörsbeamten oder einem Wahrnehmungszeugen wird das Protokoll aus der Ermittlungsakte vorgehalten mit dem Ziel, das Protokoll statt der Zeugenerinnerung ins Urteil zu hieven (Vorhalt, § 253 StPO).
  • Polizeilichen Vermerke, Atteste, Gutachten etc.  werden verlesen.
  • Die Ausnahmen des § 250 StPO werden immer weiter ausgeweitet.
  • Das Selbstleseverfahren nach § 249 Abs. 2 StPO entzieht den Inhalt der Urkunden der Öffentlichkeit und auch der Erörterung in der Hauptverhandlung.
  • Gerichtskundigkeit, Allgemeinkundigkeit und Alltagstheorien spielen sich in den Köpfen der Richter aber nicht in der Hauptverhandlung ab.
  • Einführung komplexer Berechnungen werden durch Zeugen statt SV eingeführt.
  • Einführung von „Simultanübersetzungen“ oder ad-hoc-Übersetzungen bei TKÜ durch Verlesung statt Vernehmung oder Begutachtung

Immer ist es das Ziel, den Akteninhalt, wie er für den Eröffnungsbeschluss gelesen und verstanden wurde, auf möglichst kurzem Weg ins Urteil zu transportieren. Das Ergebnis ist vorhersehbar.

Also haben wir allen Anlass, solche Versuche zu entlarven und gegen sie anzukämpfen.




Vorr. Tagungshotel Seminar Strafrecht:

Hotel H10 Punta Negra****
C/ Punta Negra, 12
E-07181-Costa d'en Blanes
Tel.: 0034 971 68 07 62
Fax: 0034 971 68 39 19
EMail: h10.puntanegra@h10hotels.com
WEB: https://www.h10hotels.com/es/hoteles-mallorca/h10-punta-negra
Hotelanlage an imposanter Felszunge bei Portal Nous, in ruhiger Lage direkt am Meer gelegen.

Näheres zum Tagungshotel Hotel H10 Punta Negra****

Unser neuer Zeitplan - täglich:

08.30 bis 11.00 Uhr - 2,5 h Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr - Kaffeepause mit Obst, Herzhaftem und Süßem
11.15 bis 13.45 Uhr - 2,5 h Unterricht

Nachmittags haben Sie nun mehr Zeit zur freien Verfügung! Kombinieren Sie den attraktiven Tagungsort mit Ihrer persönlichen Freizeitgestaltung!

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, nachmittags und / oder abends mit anderen Teilnehmern an einem Rahmenprogramm teilzunehmen! Dies steht allerdings noch unter dem Vorbehalt von Corona-Restriktionen!

 

Teilnahmegebühren:

€ 690,- umsatzsteuerfrei (15 Zeitstunden)
€ 540,- umsatzsteuerfrei (10 Zeitstunden)
€ 320,- umsatzsteuerfrei (5 Zeitstunden)

Unsere Leistungen:

- täglich 5 Stunden Unterricht gem. § 15 FAO mit Topreferenten
- umfangreiche Pausenverpflegung täglich mit Kaffee, Tee, Früchten, Gebäck, Snacks (landestypisch)
- Tagungsgetränke
- umfangreiches, ausgedrucktes, gebundenes Skript (auf Wunsch als PDF)
- Empfang am Vorabend
- attraktives Rahmenprogramm für Sie und Ihre Begleitperson(en)

Zur Anmeldung September 2021:

Mallorca 9./10./11. September 2021 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht

Stornierungsfristen bei unseren Seminaren im Ausland:

Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis zu 1 Monat vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren. Danach ist die volle Teilnahmegebühr zu entrichten oder Sie benennen uns einen Ersatzteilnehmer!