SAVE THE DATE: Meran/Südtirol vom 4. bis 6. Oktober 2018

Mehr zum Seminar "Arbeitsrecht" in Südtirol vom 4. bis 6. Oktober 2018

3 x 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht
15, 10 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

1. Tag: Donnerstag, den 4. Oktober 2018, 08.30-13.45 Uhr (5 Std.)

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht

Referent(en): Olaf Möllenkamp, Richter und stellv. Direktor am Arbeitsgericht Lübeck

Thema: Arbeitsrecht im digitalen Zeitalter - Arbeitsrecht 4.0

Hinter den Schlagwörtern „Industrie 4.0“, „Arbeit 4.0“ und „Arbeitsrecht 4.0“ verbergen sich mittlerweile umfangreiche Themenkomplexe, die infolge der fortschreitenden Digitalisierung zunehmend intensiv auf das deutsche Arbeitsrecht einwirken. Insbesondere in den Bereichen Arbeitszeit, Beschäftigungsort, Arbeitnehmerdatenschutz, Beschäftigungsstatus und betriebliche Mitbestimmung ergeben sich zahlreiche Probleme, für die hergebrachte Lösungsansätze nicht optimal passen. Hierneben ergeben sich zahlreiche weitere Fragestellungen, die aus der sich zunehmend beschleunigenden Entwicklung hin zu „Arbeitswelt 4.0“ resultieren und vorgestellt werden.

Im Einzelnen:

  • Arbeitsrecht 4.0 – Begriffsklärung und Bestandsaufnahme
  • „Typische“ und problematische Arbeitsvertragsgestaltungen der Industrie 4.0
  • Arbeitnehmerbegriff und abweichende Vertragsarten der digitalen Arbeitswelt
  • Arbeitszeitrecht am Limit – Kollision mit Höchstarbeitszeiten, Ruhezeiten und Pausenvorgaben
  • Durchgehende mobile Erreichbarkeit und Entgrenzung der Arbeitszeit, Vertrauensarbeitszeit
  • Auswirkungen auf das Urlaubsrecht
  • Rechtsprobleme des Homeoffice und der Arbeit an beliebigen Orten
  • BYOD – Bring Your Own Device, Wearables am Arbeitsplatz
  • Beschäftigtendatenschutz und Datentransfer ins Ausland – EU-US-Privacy-Shield statt Safe Harbor, Cloud-Speicherung
  • Big-Data-Analysen im Personalbereich
  • EU-Datenschutzgrundverordnung und Auswirkungen in der Industrie 4.0
  • Fortschreitende Digitalisierung der Arbeit, Geheimnisschutz und Verschwiegenheit
  • Arbeitsrecht 4.0 – Auswirkungen auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Mitbestimmung in der Digitalisierung und bei Veränderung laufender Systeme
  • Mitbestimmung in besonderen betriebsverfassungsrechtlichen Strukturen der Industrie 4.0

2. Tag: Freitag, den 5. Oktober 2018, 08.30-13.45 Uhr (5 Std.)

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht

Teil 1: 08.30 bis 11.00 Uhr - 2,5 Stunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht

Referent(en): Olaf Möllenkamp, Richter und stellv. Direktor am Arbeitsgericht Lübeck

Thema: Neuer Beschäftigtendatenschutz nach der EU-DSGVO und BDSG-Reform

Ab dem 25.05.2018 gilt die EU-Datenschutzgrundverordnung. Zeitgleich hat der deutsche Gesetzgeber das Bundesdatenschutzgesetz abstimmend angepasst. Auch im Bereich Beschäftigtendatenschutz ergeben sich Änderungen, die in unterschiedlichsten Situationen des Arbeitsverhältnisses (Bewerberdaten, Verhaltenskontrolle, Personaldatenverwaltung, Mitbestimmungsaspekte u.v.a.m.) zum Tragen kommen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung des Arbeitslebens erhalten diese Aspekte eine zunehmend größere Bedeutung.

Im Einzelnen:

  • Die neue Struktur im Datenschutzrecht – Grundlagen zur EU-DSGVO
  • Beschäftigtendatenschutz nach EU-DSGVO und nach § 26 BDSG (neu)
  • Rechte der Arbeitnehmer – Pflichten des Arbeitgebers im neuen Datenschutzrecht
  • Informationspflichten und Einwilligungsmöglichkeiten
  • Beweislastfragen, Verwertungsverbote, Haftungs- und Entschädigungsperspektiven
  • Was wird aus Videoüberwachung, Detektiveinsatz, Softwaresystemen & Co.? - Auswirkungen des neuen Rechts auf typische betriebliche Datensituationen
  • Rolle des Datenschutzbeauftragten nach neuem Recht
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats
  • Gestaltungsspielräume auf betrieblicher und tariflicher Ebene
  • Aktuelle Rechtsprechung zum Datenschutz im Arbeitsverhältnis

 

Teil 2: 11.15 bis 13.45 Uhr - 2,5 Stunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht

Referent(en): Olaf Möllenkamp, Richter und stellv. Direktor am Arbeitsgericht Lübeck

Thema: Problemfeld Überstunden – Erfolgreiche Geltendmachung und Abwehr unberechtigter Ansprüche

Überstunden sind einer der Hauptstreitpunkte in arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen. Nicht nur im laufenden Arbeitsverhältnis, sondern insbesondere auch anlässlich von Beendigungsstreitigkeiten sind Abgeltungsforderungen häufiger Streitpunkt. Doch auch unter anderen Blickwinkeln sind Überstunden Reizthema, wie etwa im Hinblick auf Überforderungsaspekte und Gleichbehandlungsgesichtspunkte. Die ursprünglich tendenziell arbeitgeberfreundliche Rechtsprechung zum Bereich Überstunden ist durch verschiedene Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts in der jüngeren Vergangenheit aufgeweicht worden. Die Diskussionen um Überstunden nehmen vor diesem Hintergrund aktuell noch weiter zu. Behandelt werden neben dem gesamten Themenkomplex rund um Fragen der Geltendmachung und Abwehr von Überstundenansprüchen auch die Bereiche Anordnungsbefugnis, Ableistungspflicht, Beweislastfragen bis hin zu Mitbestimmungsfragen und taktischen Erwägungen.

Im Einzelnen:

  • Überstunden – Mehrarbeit – Definitionsfragen
  • Anordnungsberechtigung, Leistungsverweigerung und Direktionsrecht
  • Anordnung, Ableistung und Schätzung von Überstunden
  • Überstunden und Arbeitszeitkonten
  • Geeignete Dokumentation und Vorbereitung der Geltendmachung von Abgeltungsansprüchen
  • Herausgehobenes Entgelt und Vergütungserwartung
  • Zuschlagsregelungen für Überstunden
  • Beweislastregeln und Beweiserleichterungen nach neuer BAG-Rechtsprechung
  • Bedeutung und Beschaffung von Arbeitszeitdokumentationen des Arbeitgebers (Fahrerkarten, Zeiterfassung, Dokumentationen)
  • Update Ausschlussfristen – wann sie greifen und wann nicht
  • Überstunden in der gerichtlichen Auseinandersetzung – Taktik und Geltendmachungsfragen
  • Sozialrechtliche Folgen bei Umwandlung in Abfindungen – beherrschbares Risiko?
  • Mitbestimmung des Betriebsrats bei Überstunden und Einigungsstellenverfahren

 

3. Tag: Samstag, den 6. Oktober 2018, 08.30-13.45 Uhr (5 Std.)

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht oder im Sozialrecht

Referent: Dr. Christian Zieglmeier, Richter am Bayerischen Landessozialgericht München

Thema: Risiken des Arbeitgebers in der Betriebsprüfung: von der Arbeitnehmerüberlassung bis zum Zoll

Beitragsnachforderungen auf Grund von Betriebsprüfungen werden immer häufiger existenzbedrohend für die Unternehmen und deren Leitungsorgane (z.B. Geschäftsführer und Vorstände). Nicht nur wenn das Hauptzollamt - Finanzkontrolle Schwarzarbeit - im Betrieb oder beim Steuerberater erscheint, zeigt sich: Die Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen ist strafbar. Beitragsforderungen aus einer sozialrechtlichen Betriebsprüfung stellen für den Rechtsanwalt auf Grund der Ausstrahlung in alle Fachgerichtsbarkeiten ein „Gesamtmandat“ dar. Da teilweise identische Vorfragen in den Fachgerichtsbarkeiten geklärt werden, kann das Außerachtlassen einer Gerichtsbarkeit zu Bindungswirkungen bzw. zu Beweisschwierigkeiten in einer anderen führen.

Das Seminar zeigt auf, welche Rechtsschutzmöglichkeiten in den einzelnen Gerichtsbarkeiten in Betracht kommen und gibt Tipps für die richtige Prozesstaktik. Nach einer Risikoanalyse werden die Maßnahmen (Risikomanagement) vorgestellt, die der Mandantschaft die erforderliche Rechtssicherheit für die Zukunft bieten. Ein Ausblick auf die Impulse, die aus der Compliance und den §§ 30, 130 OWiG (deutsches Pendant zum Unternehmensstrafrecht) kommen, runden das Seminar ab.

Unser Tagungsort:

Hotel Therme Meran ****S
- Design- und Wellnesshotel -
Thermenplatz 1
I - 39012 Meran
Telefon 0039 0473 259-000
Telefax 0039 0473 259-099
info@hotelthermemeran.it
www.hotelthermemeran.it

Unser neuer Zeitplan - täglich:

08.30 bis 11.00 Uhr - 2,5 h Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr - Kaffeepause mit Obst, lokalen Snacks und Dolci
11.15 bis 13.45 Uhr - 2,5 h Unterricht

Nachmittags haben Sie nun mehr Zeit zur freien Verfügung! Kombinieren Sie den attraktiven Tagungsort mit Ihrer persönlichen Freizeitgestaltung!

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, nachmittags und / oder abends mit anderen Teilnehmern an einem Rahmenprogramm teilzunehmen!

 

Attraktive Teilnahmegebühren in Südtirol 2018:

€ 590,- umsatzsteuerfrei (15 Zeitstunden)
€ 450,- umsatzsteuerfrei (10 Zeitstunden)
€ 290,- umsatzsteuerfrei (5 Zeitstunden)

Unsere Leistungen:

- Unterricht gem. § 15 FAO 5 Stunden täglich mit Topreferenten
- kostenloser Empfang am Vorabend (einschl. Begleitperson)
- Pausenverpflegung mit Obst, lokalen Snacks und Dolci
- Tagungsgetränke
- umfangreiches, ausgedrucktes Skript (gebunden, auf Wunsch zusätzlich als PDF)

Zur Anmeldung:

Meran/Südtirol 4. bis 6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht