Save the date: MALLORCA im Frühling 21. bis 23. März 2019, MALLORCA im Herbst 24. bis 26. Okt. 2019, MALLORCA im Frühling 12. bis 14. März 2020

Mehr zum FAO-Seminar "Familienrecht" auf Mallorca vom 24. bis 26. Oktober 2019

3 x 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht
15, 10 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

1. Tag: Donnerstag, den 24. Oktober 2019, 08.30 bis 13.45 Uhr

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht

Thema: Unterhaltsansprüche berechnen und prozessual durchsetzen

Referent(en): Rechtsanwalt Dr. Franz Roßmann, Fachanwalt für Familienrecht, Volkach

 

Die Fortbildungsveranstaltung stellt die anwaltliche Verfahrensführung in Unterhaltsverfahren dar und gibt umfangreiche taktische Hinweise. Das „Ineinandergreifen“ von materiellem und prozessualem Unterhaltsrecht wird anhand aktueller Problemfelder und neuester Rechtsprechung aufgezeigt.

Schwerpunktmäßig wird behandelt:

  • Verfahrenskostenhilfe für Unterhaltssachen
  • einstweilige Anordnung
    - Vergleich im eA-Verfahren - Abänderungsmöglichkeiten
  • Unterhaltshauptsacheverfahren
    - Auskunft (Anforderungen an wirksames Auskunftsverlangen)
    - richtige Antragsart (Abgrenzung Leistungsantrag/Abänderungsantrag/VAK)
    - Abänderungsverfahren
    - Vollstreckungsabwehranträge
  • Unterhaltsvergleiche
    - Geschäftsgrundlage
  • Beschwerde in Unterhaltssachen
    - Anträge
    - Anschlussbeschwerde
  • Konkrete Unterhaltsberechnung
    - neue Grenzwerte
    - konkrete Berechnung von Kindesunterhalt
  • Vorsorgeunterhalt
    - Berechnung
    - der vergessene Altersvorgeunterhalt
  • Wohnvorteil
  • Steuerklassenwechsel (In-Prinzip/Für-Prinzip)
  • Verwertung des Vermögensstamms zu Unterhaltszwecken
  • Entwicklung des Betreuungsunterhalts nach § 1570
  • Aktuelle Rechtsprechung zu Begrenzung und Befristung nach § 1578b
  • Verfestigte Lebensgemeinschaft, § 1579 Nr. 2
  • Aktuell: Wechselmodell – Auswirkungen der Entscheidung des BGH (Beschluss vom 1.2.2017 - XII ZB 601/15), insbesondere Probleme der Aktivlegitimation bei der Geltendmachung von Kindesunterhalt sowie der Kindesunterhaltsberechnung (vgl. BGH Beschluss vom 11.1.2017 - XII ZB 565/15)

Änderungen aus Gründen der Aktualität bleiben vorbehalten!

2. Tag: Freitag, den 25. Oktober 2019, 08.30 bis 13.45 Uhr

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht

Thema: wird noch festgelegt!

Referent(en): Rechtsanwalt Dr. Franz Roßmann, Fachanwalt für Familienrecht, Volkach

3. Tag: Samstag, den 26. Oktober 2019, 08.30 bis 13.45 Uhr

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht

Thema: Aktuelle BGH-Rechtsprechung im Familienrecht

Referent(en): Roger Schilling, Richter am Bundesgerichtshof (XII. Zivilsenat), Karlsruhe

 

Aktualisierung erfolgt zeitnah!

U.a. zu der für die Praxis sehr bedeutenden Entscheidung zum Unterhaltsrecht noch folgende Leitsätze - BGH Beschluss vom 15. November 2017 – XII ZB 503/16 – FamRZ 2018, 260:

  1. Der Anspruch auf Auskunft über das Einkommen des Unterhaltspflichtigen ist bereits gegeben, wenn die Auskunft für den Unterhaltsanspruch Bedeutung haben kann (im Anschluss an Senatsurteile vom 22. Juni 1994, XII ZR 100/93, FamRZ 1994, 1169 und vom 7. Juli 1982, IVb ZR 738/80, FamRZ 1982, 996).
  2. Es ist rechtsbeschwerderechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Tatsachengerichte im Sinne einer tatsächlichen Vermutung davon ausgehen, dass ein Familieneinkommen bis zur Höhe des Doppelten des höchsten in der Düsseldorfer Tabelle ausgewiesenen Einkommensbetrags vollständig für den Lebensbedarf der Familie verwendet worden ist. Der Unterhaltsbedarf kann in diesem Fall ohne Darlegung der konkreten Einkommensverwendung nach der Einkommensquote bemessen werden (teilweise Aufgabe von Senatsurteil vom 11. August 2010, XII ZR 102/09, FamRZ 2010, 1637).
  3. Soweit das Einkommen darüber hinausgeht, hat der Unterhaltsberechtigte, wenn er dennoch Unterhalt nach der Quotenmethode begehrt, die vollständige Verwendung des Einkommens für den Lebensbedarf darzulegen und im Bestreitensfall in vollem Umfang zu beweisen.
  4. Ein Auskunftsanspruch gegen den Unterhaltspflichtigen ist immer schon dann gegeben, wenn unabhängig von der tatsächlichen Vermutung der Einkommensverwendung eine Darlegung des Bedarfs nach der Quotenmethode in Betracht kommt. Aufgrund der Erklärung des Unterhaltspflichtigen, er sei "unbegrenzt leistungsfähig", entfällt der Auskunftsanspruch noch nicht (Fortführung von Senatsurteil vom 22. Juni 1994, XII ZR 100/93, FamRZ 1994, 1169).

Im Einzelnen:

A. Materielles Recht

I. Unterhaltsrecht

  1. Ehegattenunterhalt
    a) Bedarfsbemessung bei gehobenen Einkommensverhältnissen
    b) Auskunftsanspruch
  2. Elternunterhalt

    a) Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen
    aa) Familienselbstbehalt/individueller Familienbedarf beim verheirateten Unterhaltspflichtigen
    bb) Kein Familienselbstbehalt für nicht verheirateten Unterhaltspflichtigen
    cc) Abzüge vom Einkommen
    (1) Kindesunterhalt
    (2) Betreuungsunterhalt nach § 1615 l BGB
    (3) Zins und Tilgung bei selbstgenutzter Immobilie
    (4) Steuer

    b) (Frühere) Einschränkung des Anspruchsübergangs für Unterkunftskosten
  3. Kindesunterhalt
    a) Kein Mehrbedarf des Kindes wegen Betreuungskosten
    b) Familienrechtlicher Ausgleichsanspruch
    c) Volljährigenunterhalt – Ausbildungsunterhalt in Abitur-Lehre-Studium-Fällen
    aa) Abi – Banklehre – Lehramtsstudium
    bb) Abi – anästesietechnische Assistentin – Medizinstudium

II. Zugewinnausgleich

  1. Auskunftsanspruch bei rechtskräftiger Ehescheidung vor September 2009
    a) Zum Trennungszeitpunkt – § 1379 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB
    b) Zum Anfangsvermögen – § 1379 Abs. 1 Nr. 2 BGB
  2. Unternehmensbewertung
    a) Bewertung des Endvermögens
    b) Ertragswertmethode
    c) Modifizierte Ertragswertmethode
    d) Berücksichtigung anderer als der unternehmensleitenden Tätigkeiten
    e) Sekundäre Darlegungslast
    f) Bewertung zum Stichtag

III. Exkurs: Versorgungsausgleich – verfrühter Scheidungsantrag

  1. Bisheriger Meinungsstand
  2. Keine Verschiebung des Ehezeitendes
    a) §§ 1587 c, 1587 h BGB
    b) Neues Versorgungsausgleichsrecht
  3. Voraussetzungen nach § 27 VersAusglG

 

B. Verfahrensrecht

I. Zuständigkeit des Familiengerichts (großes Familiengericht)

  1. Inhaltlicher Zusammenhang
  2. Mietstreitigkeiten
  3. Zeitlicher Zusammenhang?

II. Unterhaltsvorschuss – vereinfachtes Verfahren

III. Zugewinnausgleich – Verzicht auf Zugewinnausgleichsansprüche

  1. Formbedürftiger Verzicht
  2. Formwahrung durch gerichtlich festgestellten Vergleich
  3. Analoge Anwendung des § 127 a BGB
  4. Keine Differenzierung danach, von wem der Vergleichsvorschlag stammt

IV. Rechtsmittel

  1. Bindung des Beschwerdegerichts an frühere Rechtsauffassung
  2. Lauf der Rechtsmittelfrist
  3. (Keine) Verlängerung der Rechtsmittelbegründungsfrist
  4. Wiedereinsetzung
  5. Beschwerdeverfahren ohne erneute Anhörung

V. Prozess- bzw. Verfahrenskostenhilfe

  1. Wiedereinsetzung bei Versäumung der Begründungsfrist
  2. Erfolgsaussicht

Unser Zeitplan - täglich:

08.30 bis 11.00 Uhr - 2,5 h Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr - Kaffeepause mit Obst, Snacks und Süßem
11.15 bis 13.45 Uhr - 2,5 h Unterricht

Nachmittags haben Sie nun mehr Zeit zur freien Verfügung! Kombinieren Sie den attraktiven Tagungsort mit Ihrer persönlichen Freizeitgestaltung!

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, nachmittags und / oder abends mit anderen Teilnehmern an einem Rahmenprogramm teilzunehmen!

 

Tagungshotel von Familienrecht:

SPA Oasis****Hotel Son Caliu
Avda. Son Caliu, nº 8
07181 Son Caliu (Palmanova)
Telefon: +34 971 68 22 00
Fax: +34 971 68 37 20
Email: soncaliu@soncaliu.com
www.soncaliu.com

Das Hotel liegt an einer kleinen Bucht zwischen Palmanova und Puerto Portals, komplett renoviertes, klassisches Seminarhotel mit grossem SPA-Bereich. Näheres unter http://www.soncaliu.com !

Näheres zum Tagungshotel SPA Oasis****Hotel Son Caliu

Teilnahmegebühren Mallorca 2019:

€ 590,- umsatzsteuerfrei (15 Zeitstunden)
€ 450,- umsatzsteuerfrei (10 Zeitstunden)
€ 290,- umsatzsteuerfrei (5 Zeitstunden)

Unsere Leistungen:

- täglich 5 Stunden Unterricht gem. § 15 FAO mit Topreferenten
- kostenloser Empfang am Vorabend (einschl. Begleitperson)
- umfangreiche Pausenverpflegung täglich mit Kaffee, Tee, Früchten, Gebäck, Snacks
- Tagungsgetränke
- umfangreiches, ausgedrucktes, gebundenes Skript (auf Wunsch zusätzlich als PDF)

Zum Anmeldungsformular Mallorca Okt. 2019

Mallorca im Herbst 24. bis 26. Okt. 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, DVEV Testamentsvollstrecker-Lehrgang, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht