Fortbildungsseminar "Medizinrecht Intensiv" in Berlin am 29. November 2019

Freitag, den 29. November 2019, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Medizinrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 22019253

Tagungsort:

Hollywood Media Hotel
Kurfürstendamm 202
10719 Berlin
Fon: +49 (0)30 889 10-0
http://www.filmhotel.de/
Ecke Kurfürstendamm / Knesebeckstrasse, 500m von der S-Bahnhof "Savignyplatz"
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Medizinrecht

Thema: Update Arzthaftungsrecht - zum Grund der Haftung

Referent(en): Wolfgang Frahm, Vorsitzender Richter am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig

 

Das Seminar umfasst die vollständige Darstellung der aktuellen Rechtsprechung des BGH zum Arzthaftungsrecht, etwa zu den Themen:

  • Anwendbarkeit der zum sog. Schockschaden entwickelten Grundsätze in der Arzthaftung.
  • Fortsetzung lebenserhaltender medizinischer Maßnahmen am Lebensende.
  • Die sekundäre Darlegungslast und die Beweislast bei dem Vorwurf des Verstoßes gegen Hygieneregeln.
  • Anforderungen an die Risikoaufklärung: kein Benennen von Komplikationsraten wie etwa bei Medikamentenbeipackzetteln.
  • Kein Einwand der hypothetischen Einwilligung bei der Lebendnierenspende.
  • Haftungsrechtlich unschädliche Aufklärungsfehler, etwa wenn sich nur Risiken verwirklichen, über die nicht aufzuklären war.

Darüber hinaus geht es u.a. auch um die verschiedenen Behandlungsverhältnisse, den Facharztstandard und dessen Feststellung, die Beweiserleichterungen für den Patienten, um prozessrechtliche Einzelprobleme, insbesondere zum Sachverständigenrecht, aber auch um weitere Problembereiche der ärztlichen Aufklärungspflichten und in diesem Zusammenhang auch um den Einwand der hypothetischen Einwilligung (§ 630h Abs. 2 Satz 2 BGB). Mit ihm gehen die Instanzgerichte bei der Eingriffs- und Risikoaufklärung oft großzügig um, sodass den umfangreichen Aufklärungspflichten des Arztes letztlich etwas entgegen gesetzt wird. Der BGH ist da strenger; er weist immer wieder darauf hin, dass an den dem Behandler treffende Nachweis dieses Einwands strenge Anforderungen zu stellen sind, damit der Aufklärungsanspruch des Patienten gerade nicht unterlaufen wird. Dementsprechend werden von ihm OLG-Entscheidungen aufgehoben, so wie zuletzt mit Urteil vom 21.05.2019 (VI ZR 119/18: Hysterektomie).

Es werden auch die jüngsten gesetzgeberischen Entwicklungen bei der beabsichtigten Verbesserung des Patientenrechtegesetzes und in der ZPO aufgezeigt.

Teil 2: 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Medizinrecht

Thema: Aktuelle Probleme und Fallstricke des Arzthaftungsrechts - Anspruchsgrund, Beweiserhebung und Verfahrensfragen

Referent(en): Dr. Alexander Walter, Richter am Oberlandesgericht Koblenz

 

Anknüpfend an die Darstellung der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Arzthaftungsrecht im ersten Teil des Seminars werden spezielle Probleme des Arzthaftungsrechts strukturiert nach Anspruchsgrund sowie Fragen der Beweiserhebung und des Verfahrens aufgearbeitet. Im Vordergrund steht Fallmaterial, das praktische Probleme bei der Anspruchsverfolgung und Rechtsverteidigung verdeutlicht, die sich mitunter als Fallstricke bzw. Haftungsfallen erweisen. Zudem werden zahlreiche interessante Entscheidungen der Oberlandesgerichte vorgestellt, die noch nicht vom Bundesgerichtshof entschiedene Konstellationen betreffen.

Gegenstand des Seminars sind u.a. folgende Themenbereiche:

  • Wer haftet? – Besondere Probleme zur Passivlegitimation: Gibt es in Insolvenzfällen einen Direktanspruch gegen den Haftpflichtversicherer? Unwirksamkeit der Wahlarztvereinbarung – Auswirkungen auf die Arzthaftung?
  • Beweislastumkehr bei einem groben Behandlungsfehler: Wann ist ein Kausalzusammenhang „äußerst unwahrscheinlich“?
  • Aufklärungsrüge im Prozess – Umfang der Aufklärungspflicht, mutmaßliche Aufklärung bei OP-Erweiterung, Beweiserhebung und -würdigung
  • Prozessführung im Arzthaftungsrecht – Umfang der Vortragslast auf Patienten- und Behandlungsseite – Besonderheiten im Berufungsverfahren
  • Möglichkeiten und Grenzen des selbständigen Beweisverfahrens in Arzthaftungssachen
  • Fallstricke im Verjährungsrecht, insb.: Was ist bei Verhandlungen zu beachten?
  • Der neue Anspruch auf ein Hinterbliebenengeld in medizinischen Haftungsfällen.

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Herbst 24./25./26. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, DVEV Testamentsvollstrecker-Lehrgang, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 12./13./14. März 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

NEU Mallorca im Mai 14./15./16. Mai 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht (nur 14. und 15. Mai 2020 möglich), Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht (nur 16. Mai 2020 möglich), Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Venedig im Herbst 1./2./3. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 22./23./24. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

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