Fortbildungsseminar "Familienrecht Intensiv" in Berlin am 29. März 2019

Freitag, den 29. März 2019, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht an einem Tag!
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 12019060

Tagungsort:

Hollywood Media Hotel
Kurfürstendamm 202
10719 Berlin
Fon: +49 (0)30 889 10-0
http://www.filmhotel.de/
Ecke Kurfürstendamm / Knesebeckstrasse, 500m von der S-Bahnhof "Savignyplatz"
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht

Thema: Aktuelle BGH-Rechtsprechung im Familienrecht: Was ist neu, was ist wichtig?

Referent(en): Roger Schilling, Richter am Bundesgerichtshof (XII. Zivilsenat), Karlsruhe

 

(Vorläufige) Gliederung:

A. Materielles Recht

I. Unterhaltsrecht

  1. Ehegattenunterhalt
  2. Elternunterhalt
  3. Kindesunterhalt
  4. Unterhaltsregress

II. Wirkungen der Ehe im Allgemeinen – § 1357 BGB „Schlüsselgewalt“

  1. Handeln (auch) im Namen des Ehegatten
  2. Verhältnis der Kündigung zum Grundgeschäft
  3. Geschäft zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs
  4. Anwendung des § 1357 BGB auf Versicherungsverträge
  5. Kündigung der Vollkaskoversicherung
  6. Kein Widerruf der Kündigung

III. Ehevertrag

  1. Wirksamkeitskontrolle
  2. Ausübungskontrolle

IV. Zugewinnausgleich

  1. Auskunft zu einem gesetzlich nicht geregelten Stichtag
  2. Auskunftsanspruch aus § 1379 BGB als Abwehranspruch
  3. Unternehmensbewertung
  4. Verjährung bei vorzeitiger Aufhebung der Zugewinngemeinschaft

V. Exkurs: Versorgungsausgleich – verfrühter Scheidungsantrag

  1. Bisheriger Meinungsstand
  2. Keine Verschiebung des Ehezeitendes
  3. Voraussetzungen nach § 27 VersAusglG

VI. Ausgleichsansprüche nicht miteinander verheirateter Partner

VII. Abstammungsrecht

 

B. Verfahrensrecht

I. Abänderungsantrag

  1. Zulässigkeit des Abänderungsantrags
  2. Inhaltlicher Maßstab im Abänderungsverfahren
  3. Präklusion
  4. Subsumtion

II. Umdeutung von Verfahrensanträgen

  1. Rechtsbeschwerde ist im EA-Verfahren nicht statthaft
  2. Kein Rechtsmittel nach § 113 Abs. 1 Satz 1 FamFG iVm § 269 Abs. 5 ZPO
  3. (Keine) Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde aus dem Meistbegünstigungsgrundsatz

III. Zuständigkeit des Familiengerichts (großes Familiengericht)

  1. Qualifizierung als Familiensache
  2. Keine Erweiterung des Rechtsmittelzuges durch Meistbegünstigungsgrundsatz

IV. Rechtsmittel – Rechtsbeschwerde gegen die Verwerfung der Beschwerde in FGG-Sache unstatthaft

V. Prozess- bzw. Verfahrenskostenhilfe

VI. Verfahrenskostenhilfe für zugelassene Rechtsbeschwerde

Teil 2: 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht

Neues Thema: Eheverträge und Scheidungs(folgen)vereinbarung sicher gestalten aus anwaltlicher Sicht

Referent(en): Rechtsanwalt Dr. Franz Roßmann, Fachanwalt für Familienrecht, Volkach

Im Einzelnen:

Dargestellt werden die maßgeblichen Bausteine solcher Vereinbarungen, also zum einen die Gestaltung von Eheverträgen, insbesondere

  • Unterhalt (z.B. unterhaltsverstärkende Vereinbarungen)
  • Funktionsäquivalenz von Versorgungsausgleich und Güterrecht
  • Güterstandsschaukel, u.a.

zum anderen die Gestaltung der wesentlichen Trennungs- und Scheidungsfolgen

  • Unterhalt (KU, EU)
  • Versorgungsausgleich
  • Zugewinnausgleich
  • Hausrat
  • elterliche Sorge, Umgang

sowie schließlich der nebengüterrechtliche Vermögensausgleich, hier insbesondere auch Update (neue Rechtsprechung) zum

  • Gesamtschuldnerausgleich
  • Auseinandersetzung einer Ehegatteninnengesellschaft
  • Übertragung von Miteigentum (Immobilien), Teilungsversteigerung
  • Konten- und Wertpapieraufteilung
  • Schwiegerelternzuwendungen.

Die zu regelnden Bereiche bei Eheverträgen, Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, die auf die einzelnen Zielsetzungen und individuellen Gegebenheiten der Mandantschaft angepasst werden können.

Die Bedeutung der Eheverträge nimmt in der Praxis erheblich zu, weil das Familienrecht des BGB auf die Hausfrauenehe zugeschnitten ist, die eine immer geringere Bedeutung hat. Häufig werden Eheverträge auch bei intakter Ehe geschlossen, weil die Beteiligten auf Veränderungen in ihrem Leben reagieren, wie z.B. die Geburt von Kindern, der Erwerb von Immobilien oder die Gründung eines Unternehmens. Mitunter werden Eheverträge auch aus steuerlichen oder haftungsrechtlichen Gründen geschlossen (Güterstandsschaukel).

Die anwaltliche Tätigkeit ist mitunter auch darauf gerichtet, für die Mandantschaft im Wege der Verhandlung mit der Gegenseite eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung herbeizuführen, die natürlich möglichst günstig ausfallen soll. Häufig kommt es auch vor, dass die Beteiligten selbst bereits einig sind und die anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um diese Einigung sicher und formal korrekt abfassen zu lassen (Quittungsklauseln usw.).

Der Vorteil der Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung liegt für die Mandanten in der Ersparnis von Zeit, Kosten und Nerven gegenüber einem streitigen Gerichtsverfahren; für Anwälte ist diese Alternative gegenüber dem gerichtlichen Verfahren ausgesprochen wirtschaftlich (mitunter werden sehr hohe Geschäftswerte abgerechnet, insbes. bei Immobilienmiteigentum). Wichtig ist jedoch, die rechtlichen Rahmenbedingungen der o.a. Bausteine sowie die aktuelle Rechtsprechung zu derartigen Vereinbarungen zu kennen, um Chancen zu erkennen und Haftungsrisiken zu vermeiden.
Beispiele, Formulierungshinweise und Muster werden besprochen.

Änderungen aus Gründen der Aktualität bleiben vorbehalten.

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht
17.00 bis 17.10 Uhr "Cola"-Pause
17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.40 bis 18.45 Uhr "Zigaretten"-Pause
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

insgesamt 10 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Frühjahr 21./22./23. März 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Gardasee im Herbst 3./4./5. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 24./25./26. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, DVEV Testamentsvollstrecker-Lehrgang, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht