Freitag, den 20. Juli 2018, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
5 plus 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Familienrecht an einem Tag!
zugleich 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Sozialrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

 

 

 

Tagungsort:
Eurostars Book Hotel****
Schwanthalerstr. 44
80336 München
Nähe Hauptbahnhof/Stacchus, an der Kreuzung Schwanthalerstr./Goethestr.
mehr Infos zum Tagungsort: http://www.eurostarsbookhotel.com/kontakt-und-karte.html 

 

 

 

 

Freitag, den 20. Juli 2018, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr - 10 Stunden
Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Familienrecht auch 7,5 oder 5 Stunden buchbar!

Teil 1: Freitag, den 20. Juli 2018, von 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Familienrecht

Referent(en): Dr. Rainer Kemper, Universität Münster und anerkannter Autor

Thema: Unentgeltliche Zuwendungen und Erbschaften im Familien- und Erbrecht

Schenkungen und Erbschaften stellen einen Erwerb dar, zu dem andere Personen als der Schenker bzw. Erblasser nichts beigetragen haben und für welche der Beschenkte bzw. Erbe selbst nichts beigetragen haben. Diese Erwerbsformen werden deswegen in vielerlei Hinsicht anders behandelt als sonstige Erwerbstatbestände. Das betrifft vor allem auch die Zugewinngemeinschaft. Hier bestehen Sonderregeln, die sicherstellen sollen, dass nur ehebedingter Erwerb ausgeglichen werden soll (§ 1374 Abs. 2 BGB), Regelungen für die Hinzurechnung von Vermögen, das ein Ehegatte unentgeltlich weggibt (§§ 1375 Abs. 2, 1378 Abs. 2 BGB), Bestimmungen für Ansprüche gegen Dritte, denen ein Ehegatte unentgeltliche Zuwendungen gemacht hat (§ 1390 BGB) und Regelungen für unentgeltliche Zuwendungen der Eheleute untereinander (§ 1380 BGB). Schließlich hat der Güterstand ganz erhebliche Auswirkungen auf die Erbfolge bzw. Nachlasszusammensetzung eines Ehegatten, der im gesetzlichen Güterstand gelebt hat. Vor allem die durch die Reform 2009 erfolgte Berücksichtigung eines negativen Anfangsvermögens hat hier große Veränderungen gebracht, deren sich Eheleute und Rechtsberater bei der Gestaltung von letztwilligen Verfügungen oft nicht bewusst sind.

Ziel des Seminars ist es, die Besonderheiten des Erwerbs im Wege der Schenkung und von Todes wegen ebenso ins Bewusstsein zu rufen, wie die Fragen, welche sich bei der Nachlassplanung von im Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebenden Ehegatten ergeben. Der Fokus liegt dabei auf der „klassischen“ Zugewinngemeinschaft i.S.d. §§ 1363 ff. BGB. Auf die deutsch-französische Wahl-Zugewinngemeinschaft (§ 1519 BGB) wird nur eingegangen, soweit sich dort Abweichungen ergeben.

Vor allem sind Themen des Seminars:

  • Schenkungen und unbenannte Zuwendungen der Ehegatten untereinander im Zugewinn- und Nebenausgleich,
  • Die unentgeltliche Leistung von Diensten für den anderen Ehegatten und ihre Berücksichtigung im Scheidungsfall,
  • Unentgeltliche Zuwendungen Dritter an die Ehegatten und deren Rückforderung (unter besonderer Berücksichtigung der Schwiegerelternzuwendungen),
  • Unentgeltliche Zuwendungen der Ehegatten an Dritte und ihre Berücksichtigung im Zugewinnausgleich,
  • Der privilegierte Erwerb von Schulden durch Erbfolge und vorweggenommene Erbfolge,
  • Erbfolge und Pflichtteilsberechtigung beim Tod eines Ehegatten
  • Die Anrechnung von Schenkungen auf Erbteil und Pflichtteil

 

 

 

Teil 2: Freitag, den 20. Juli 2018, von 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Stunden
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Familienrecht oder im Sozialrecht

Referentin: Rechtsanwältin Dr. Gabriele Müller-Engels, Referatsleiterin für Erb- und Familienrecht am Deutschen Notarinstitut (DNotI) Würzburg

Thema: Aktuelle Fragen zu Patientenverfügungen, Betreuungsrecht, Vorsorgevollmachten

Das Betreuungsrecht vollendet in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Vieles hat sich in der Praxis bewährt, einiges bedarf einer kritischen Würdigung. Bei derzeit über 1,2 Mio Betreuten lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die aktuellen Probleme dieses familienrechtlichen Spezialgebiets, das auch derzeit wieder von Reformplänen betroffen ist (Neuregelung der ärztlichen Zwangsmaßnahmen, Einführung einer gesetzlichen Vertretungsmacht für die nächsten Angehörigen).

Den Schwerpunkt der Veranstaltung bilden jedoch die Vorsorgeinstrumente, mit denen die Bestellung eines Betreuers möglichst vermieden werden soll (Vorsorgevollmacht) bzw. das Selbstbestimmungsrecht des Patienten auch für den Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit gewahrt werden soll (Patientenverfügung). Hierzu sollen Gestaltungsfragen eingehend erörtert und verschiedene Vollzugsprobleme aufgezeigt werden.

Behandelt werden u. a. folgende Themen:

  • Betreuung als staatliches Fürsorgeinstrument; Voraussetzungen und Wirkungen des Rechtsinstituts
  • Aktuelle Reformvorhaben im Betreuungsrecht (ärztliche Zwangsmaßnahmen; gesetzliche Vertretung durch die nächsten Angehörigen)
  • Verhältnis von gesetzlicher Betreuung zur privatautonomen Vorsorge (Grundsatz der Subsidiarität der Betreuung; Ausnahmen vom Nachranggrundsatz)
  • Ausgestaltung einer praxistypischen Vorsorgevollmacht (Umfang und Inhalt); Form- und Wirksamkeitsprobleme
  • Anwendungsbereich einer Patientenverfügung; Ergänzung durch Bestellung eines Bevollmächtigten
  • Notwendigkeit der Konkretisierung der Patientenverfügung nach der aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH, Urteile vom 6.7.2016 – XII ZB 61/16 sowie vom 8.2.2017 – XII ZB 604/15); Anpassungsbedarf bisher errichteter Verfügungen

 

Zeitplan:

vormittags

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

13.45 bis 14.15 Uhr Mittagsimbiss/Mittagspause

nachmittags

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

insgesamt 10 Stunden

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5 h oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.

Zur Anmeldung


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Meran/Südtirol im Herbst 4./5./6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 25./26./27. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 21./22./23. März 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Gardasee im Herbst 3./4./5. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht