Fortbildungsseminar "Schnittstelle Bau-/Mietrecht" in Berlin am 28. September 2019

Samstag, den 28. September 2019, von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr
7,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Bau- und Architektenrecht oder im Miet- und Wohnungseigentumsrecht
7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

Seminar-Kennziffer: 22019181

Tagungsort:

Hollywood Media Hotel
Kurfürstendamm 202
10719 Berlin
Fon: +49 (0)30 889 10-0
http://www.filmhotel.de/
Ecke Kurfürstendamm / Knesebeckstrasse, 500m von der S-Bahnhof "Savignyplatz"
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

Teil 1: 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden

5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Bau- und Architektenrecht oder im Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Thema: Fit für die Zukunft: Bauliche Veränderungen und Modernisierung im WEG im Überblick

Referent(en): Wolfgang Dötsch, Richter am Oberlandesgericht Köln

Das Referat gibt einen Überblick über das Recht der baulichen Veränderung, Modernisierung und (modernisierenden) Instandhaltung/-setzung sowohl im Gemein- als auch Individualinteresse mit einem Schwerpunkt auf die Sanierungsplanung, die Reaktion auf Veränderungen der Lebenswirklichkeiten (z.B. Barrierefreiheit in einer überalternden Gesellschaft, Elektromobilität) und/oder die Anpassung an neue öffentlich-rechtlicher Anforderungen (Stichwort: Neufassung der EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie ). Besprochen werden stets zahlreiche aktuelle Fälle aus der Rechtsprechung des BGH und der Instanzgerichte, die sich auch in den Arbeitsunterlagen des Seminars finden werden. Ein großer Themenblock wird sich dabei auch mit der aktuellen Rechtsprechung des BGH zur Haftung bei der Verzögerung notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen (V ZR 101/16 und V ZR 203/17) befassen; Beratungshinweise zum Umgang mit den dadurch virulent werdenden Fragen (z.B. Weisungen nach § 665 BGB an den Verwalter, Zweitbeschluss) geben und - das hat der BGH im Nebel gelassen - vor allem auch den Grenzen der Instandhaltungspflichten, u.a. mit Blick auf § 22 Abs. 4 WEG. Muss wirklich jede Schrottimmobilie am Leben gehalten werden? Dabei wird insbesondere auch auf den Anpassungsanspruch aus § 10 Abs. 2 S. 3 WEG, seine prozessuale Durchsetzung und die Regelungsklage aus § 21 Abs. 8 WEG mit Beispielen aus der aktuellen Rechtsprechung des BGH näher einzugehen sein.

Ein weiterer Themenblock wird dann Finanzierungsfragen betreffen. Neben Sonderumlage, Instandhaltungsrücklage und laufenden Hausgeldzahlungen wird dabei auf die Möglichkeit der Kreditfinanzierung durch die WEG eingegangen und diskutiert, wie eine solche ggf. in der Jahresabrechnung darzustellen sein kann. In Sachen IR wird dabei in einem Exkurs nochmals ganz allgemein die Darstellungsproblematik aufgegriffen (Stichwort: unterjährige Deckungslücken, Hausgeldrückstände). Die Betrachtung wird dabei auch die Kostenverteilungsfragen rund um § 16 Abs. 2, 3, 4 und 6 WEG inschließen und versuchen, einen Weg durch dieses Minenfeld zu weisen.

Garniert wird die gesamte Veranstaltung durchweg mit prozessualen Fragestellungen denn: Materiell Recht haben genügt nur, wenn man es auch prozessual auf das richtige Gleis schieben kann.

Teil 2: 14.15 bis 17.00 Uhr - 2,5 Zeitstunden

2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Bau- und Architektenrecht oder im Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Thema: Streitverkündung/Nebenintervention am praktischen Fall - Haftungsfallen, Risiken und Tipps für den Praktiker

Referent(en): Wolfgang Dötsch, Richter am Oberlandesgericht Köln

 

Der deutsche Zivilprozess ist geprägt vom Zweiparteiensystem und behandelt die Beteiligung Dritter nur eher kursorisch in den §§ 64 ff.ZPO. Die Regelungen zur Beteiligung auf Eigeninitiative des Dritten(Streithilfe oder Nebenintervention, §§ 66 –71 ZPO) und die - in der Praxis ungleich wichtigere - Beteiligung auf Initiative einer Partei(Streitverkündung, §§ 72 -74 ZPO) gehören zum notwendigen Handwerkszeug eines Juristen. Der Kurs soll einen Überblick über Voraussetzungen und Auswirkungen insbesondere der - gerade in Bausachen so wichtigen -Streitverkündung geben und (soweit vorhanden) Vorwissen auffrischen und/oder aktualisieren.

Die Streitverkündung spielt vor allem in Bausachen deswegen eine so große Rolle, weil in die Errichtung eines Bauwerks typischerweise eine Vielzahl Beteiligter eingebunden ist, gegen die Ansprüche bestehen können bzw. die selbst Ansprüche gegen einen der anderen Beteiligtenhaben können. Hier besteht ein verständliches Interesse daran, die möglichen Schuldner eng in (nur) einen Prozess einzubinden, so dass vor allem unterschiedliche Entscheidungen zu gleichartigen Haftungsfragen in verschiedenen Prozessen vermieden werden. Zweck der Streitverkündung ist es vor diesem Hintergrund, die Durchsetzung etwaiger Ansprüche gegen einen Dritten bzw. die Verteidigung gegen möglich Ansprüche des Dritten vorzubereiten und eine weitgehende Bindung an eine (einzige)gerichtliche Klärung der zentralen Anspruchsvoraussetzungen zu erreichen(sog. *Interventionswirkung*, vgl. § 68 ZPO). So können weitere Gerichtsverfahren und dort vor allem sich widersprechende Ergebnisse vermieden werden mit der sonst drohenden Gefahr, sich in zwei Prozessen klassisch „zischen die Stühle zu setzen“ oder – mit dem BGH formuliert –mehrere Prozesse zu verlieren, obwohl er „zumindest einen gewinnen müsste“.

Das Thema ist aber nicht nur für Baurechler wichtig, gerade auch im Mietrecht kann es Mehrpersonen-Verhältnisse geben, in denen die Streitverkündung wichtig wird. Im Wohnungseigentumsrecht tätige Anwälte müssen die Sonderprobleme der Beiladung (§ 48 WEG) beachten, die wiederum in Teilen nach dem Recht der Streitverkündung behandelt wird. Auch insofern gibt der Kurs einen Überblick über die Grundlagen.

Materiell-rechtlich hat die Streitverkündung zudem – weil die hinreichende Klärung im Erstprozess u.U. lange dauern kann - verjährungshemmende Wirkung. Sichere Kenntnisse über die hier erörterten Rechtsfragen der Streitverkündung sind für Anwälte schon aus Haftungsgründen zwingend erforderlich: Die unterbliebene oder unzulässige – und deswegen anerkanntermaßen keinerlei prozessuale wie materiell-rechtliche Folgen zeigende - Streitverkündung ist ebenso wie die fehlerhafte Beratung über die prozessualen oder materiell-rechtlichen Folgen einer Streitverkündung eine geradezu klassische Regressfalle.

 

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags - 5 Stunden Unterricht

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Snacks und Obst
11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht
13.45 bis 14.15 Uhr Mittagessen/Mittagspause

nachmittags - 2,5 Stunden Unterricht

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
15.45 bis 16.00 Uhr Pause mit Kaffee/Tee, Kuchen
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht

insgesamt 7,5 Stunden Unterricht

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Herbst 24./25./26. Oktober 2019 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, DVEV Testamentsvollstrecker-Lehrgang, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Frühjahr 12./13./14. März 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

NEU Mallorca im Mai 14./15./16. Mai 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Medizinrecht (nur 14. und 15. Mai 2020 möglich), Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht (nur 16. Mai 2020 möglich), Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht

Venedig im Herbst 1./2./3. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 22./23./24. Oktober 2020 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

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