Fortbildungsseminar "Forum Personenschaden- und Versicherungsrecht" in Hamburg am 24. November 2017

Freitag, den 24. November 2017, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht oder im Verkehrsrecht oder im Medizinrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

 

 

Tagungsort:
SIDE Design Hotel Hamburg
Drehbahn 49
20354 Hamburg
Tel: 040 309990
info@side-hamburg.de
http://www.side-hamburg.de/kontakt-2/#/lage
5-Sterne Hotel, direkt an der Einkaufscity, Nähe Stephansplatz/Oper
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise


 

 

 

Update Forum Personenschaden- und Versicherungsrecht

Freitag, den 24. November 2017, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr - 10 Zeitstunden
Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht oder im Verkehrsrecht oder im Medizinrecht, auch 7,5 oder 5 Stunden buchbar!!

Teil 1: Freitag, den 24. November 2017, von 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht oder im Verkehrsrecht oder im Medizinrecht

Referent(en): Hans-Günter Ernst, Vors. Richter am OLG Düsseldorf (vormals Fachsenate für Arzthaftungssachen und Verkehrsrecht)

Thema: Die Berechnung des Personenschadens 2017 - Durchsetzung, Abwehr oder Regress von Ansprüchen (mit aktueller Rechtsprechung)

In dem Seminar werden die aktuellen Entscheidungen zum Personenschaden analysiert und für die anwaltliche Praxis strategisch aufbereitet. Schwerpunkt dabei sind etwa der Einfluss von Drittleistungen, die Risiken des Abfindungsvergleichs und die Aufbereitung des Haushaltsführungsschadens. Zur erfolgreichen Beweisführung werden Fragetechniken anhand von Fallbeispielen vermittelt und der optimale Umgang mit dem medizinischen Sachverständigen erläutert.

Im Einzelnen:

  1. Haftungsfalle Abfindungsvergleich
    • Wirkungen eines Abfindungsvergleichs
    • Zulässigkeit einer Feststellungsklage nach einem gerichtlichen Abfindungsvergleich
    • Regress des Dritten trotz Abfindungsvergleich zwischen Geschädigten und Schädiger; Zeitpunkt des Anspruchsübergangs nach § 116 SGB X
    • Zulässigkeit der Feststellungsklage, Abtretung der Ansprüche aus dem Unfallereignis, Forderungsübergang nach § 6 EFZG, Wirksamkeit der Abfindungsvereinbarung
    • Beratungspflichten des Rechtsanwalts
    • Absicherung gegen Verjährung (3 Jahre, 30 Jahre oder mehr?)
    • Übersichten, Formulierungen, Kapitalisierung
  2. Brennpunkt Haushaltsführungsschaden
    • Umfang des Haushaltsführungsschadens
    • Feststellungsinteresse besonderer Feststellungsklage bezüglich Haushaltsführungsschaden
    • Arzt- und Krankenhaushaftung: Lymphknotenentfernung im Halsbereich ohne vorherige Aufklärung über Behandlungsalternativen und bei grob fehlerhafter Durchführung; Schmerzensgeld und Haushaltsführungsschaden
    • Schadenersatz aus Verkehrsunfall: Berechnung eines Haushaltsführungsschadens
    • Haushaltsführungsschaden in der Arzthaftung: Gerichtliche Schätzung des angemessenen Stundensatzes
    • Rechtsnatur/Berücksichtigung von Drittleistungen
    • Darlegung, Nachweis, Berechnung, Formulierungen, Prozesstaktik
  3. Prognose Erwerbsschaden
    • Beweis der unfallbedingten Verletzung bei Geltendmachung übergegangener Entgeltfortzahlungsansprüche
    • Möglichkeiten und Grenzen der Schadenschätzung gemäß § 287 ZPO
    • Berechnungsmethoden
    • Aktivlegitimation/Drittleistungen
    • Besonderheiten bei Arbeitnehmern und Selbständigen
    • Kinderunfall/Geburtsschaden
    • Formulierungen
  4. Erfolgreiche Beweisführung
    • Beweisanordnung/Beweisbeschluss
    • Die richtige Befragung bei der Anhörung des Sachverständigen/Prozesstaktik
    • Befangenheitsanträge
    • Wann darf der Sachverständige delegieren?
    • Psychiatrische Gutachten: Der Nachweis unsichtbarer Verletzungen
    • Kausalität
    • Gesetz zur Änderung des Sachverständigenrechts - die Auswirkungen
    • Unterbrechung des Zurechnungszusammenhangs bei Behandlungsfehlern
    • Schadenersatz für Inhaftierung aufgrund falscher Anschuldigung

 

 

Teil 2: Freitag, den 24. November 2017, von 14.15 bis 17.00 Uhr - 2,5 Zeitstunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht oder im Verkehrsrecht oder im Medizinrecht

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

Thema: Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Krankenversicherung

Bei der Bearbeitung des Personenschadensmandats müssen Ansprüche – auch aus anwaltlicher Sorgfalt - aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, Krankentagegeld- und/oder Unfallversicherung stets mitgeprüft und ggf. auf den Weg gebracht werden Solche Ansprüche stehen selbständig neben Schadens- und Schmerzensgeldansprüchen gegen den Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherer. Der Geschädigte muss sich diese personenversicherungsrechtlichen Ansprüche auch nicht anrechnen lassen; sie kommen vielmehr noch „oben drauf“. Anhand aktueller Rechtsprechung sollen typische Fehlerquellen und Haftungsrisiken der täglichen Rechtspraxis besprochen werden.

Im Einzelnen:

  1. Unfallversicherung
    - Beachte: Anders als im Sozialversicherungsrecht ist für die Kausalität keine wesentliche oder richtungsgebende Mitwirkung zu verlangen – Neues zur Mitwirkung (BGH v. 19.10.2016 – IV ZR 521/14 – VersR 2016, 1492)
    - Häufig übersehen: ärztliche Invaliditätsfeststellung ist Anspruchsvoraussetzungen! ... übersehen, und nun? (OLG Koblenz v. 6.7.2016, OLG Sarbrücken v. 13.1.2016, OLG Karlsruhe v. 20.9.2016 und OLG Saarbrücken v. 27.4.2016 – 5 U 36/15)
    - Invaliditätsbemessung: Schulter bei „Arm“ (ohne Schultergelenk“ - und jetzt? (OLG Karlsruhe v. 30.12.2016)
    - Wo sitzt die distale Radiusfraktur im System der Gliedertaxe ? (OLG Naumburg v. 27.10.2016)
  2. Berufsunfähigkeitsversicherung
    - Einzel- oder Gesamtbetrachtung bei Bemessung des BU-Grades (BGH v. 19.7.2017)
    - Unzulässige Regulierungsvereinbarungen (BGH v. 15.2.2017) - „Flucht in Kulanzleistungen“ – fingierte Berufsunfähigkeit - fingiertes Anerkenntnis – (LG Berlin v. 3.8.2016)
    - Erneute Leistungsflicht des VR nach wirksamer Nachprüfung bei Ende der konkreten Verweistätigkeit – (BGH v. 14.12.2016)
    - Wichtig bei Verweisung: Bisherige Lebensstellung – Teilzeittätigkeit kann wirksame Verweisung hindern (BGH v. 7.12.2016)
    - Unzulässige modifizierte Erwerbsunfähigkeitsklausel (BGH v. 15.2.2017)
  3. Krankentagegeldversicherung
    – Berufsunfähigkeit: Alles nur ein Missverständnis (BGH v. 14.12.2016)
    - Vorsicht: Rentenbezug kann zum (rückwirkenden) Verlust des Krankentagegeldanspruchs führen (OLG Schleswig v. 14.3.2016; OLG Hamm v. 10.2.2016)
    - Wichtig: Herabsetzungsrecht des VR ist intransparent (BGH v. 6.7.2016)
    - Beachte: Anrechnung von Verletztengeld unzulässig (OLG Dresden v. 13.12.2016)

 

 

Teil 3: Freitag, den 24. November 2017, von 17.10 bis 19.45 Uhr - 2,5 Zeitstunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Versicherungsrecht oder im Verkehrsrecht oder im Medizinrecht

Referent(en): DAS DUO: Dr. Sven Marlow, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer) und Udo Spuhl, Vors. Richter am Landgericht Berlin (Versicherungskammer)

Thema: Haftpflichtversicherungsrechtliche Bezüge und Rechtsschutzversicherung

Nach einem Personenschaden stellt sich regelmäßig die Frage, welche Ansprüche gegen den Haftpflichtversicherer des Schädigers bestehen und wie diese gerichtlich geltend zu machen sind. Hierbei hat oft nicht nur der Schädiger ein Interesse an der Versicherungsleistung; gerade der Geschädigte wird bestrebt sein, den Versicherer als solventen Schuldner in Anspruch zu nehmen. Die Möglichkeiten und Grenzen der Inanspruchnahme des Haftpflichtversicherers zu erkennen, ist daher von grundlegender Bedeutung bei der anwaltlichen Bearbeitung eines Personenschadensmandats.

Im Einzelnen:

  1. Anfechtung wegen arglistiger Täuschung
    - BGH v. 5.7.2017 - Zur gebotenen Sachaufklärung bei der Prüfung des Anfechtungsrechts
    - BGH v. 10.5.2017 - Zur Bedeutung einer Erklärung vor dem Arzt für das Anfechtungsrecht
    - BGH v. 5.7.2017 - Kann es bei rechtswidriger Datenerhebung ein „Verwertungsverbot" selbst bei einer arglistigen Täuschung geben?
    - LG Heidelberg v. 8.11.2016 - Spontane Offenbarungspflicht = Arglistanfechtung wegen Verschweigens einer nicht erfragten Vorerkrankung?
  2. Fälligkeit und Umfang der Mitwirkungsobliegenheit
    - BGH v. 22.2.2017 - Grenzen für vertragliche Obliegenheiten und Anforderungen an die Datenerhebung durch den VR
  3. Rechtsschutzversicherung
    - OLG Düsseldorf v. 22.7.; 28.7.2016 - Rechtliche Risiken, wenn der Rechtsschutzversicherer Abwehrdeckung zusagt
    - OLG Stuttgart v. 14.7.2016 - Zur Schadensminderungsobliegenheit in der Rechtsschutzversicherung
  4. Haftpflichtversicherung
    - OLG Hamm v. 15.6.2016 - Zu den Gefahren eines Abfindungsvergleichs bei privatversichertem Geschädigten
    - OLG Karlsruhe v. 6.9.2016; KG v. 8.3.2016; OLG Köln v. 7.6.2016
    - Zur (Un-)Wirksamkeit der Begrenzung der Deckung in der Forderungsausfallversicherung

"Tagesaktuelle" Entscheidungen werden selbstverständlich von den Referenten aufgenommen!

Zeitplan:

vormittags

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

13.45 bis 14.15 Uhr Mittagsimbiss/Mittagspause

nachmittags

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

insgesamt 10 Stunden

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.

Zur Anmeldung


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Frühjahr 8./9./10. März 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Meran/Südtirol 4. bis 6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 25./26./27. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht