SAVE THE DATE: Meran/Südtirol vom 4. bis 6. Oktober 2018

Mehr zum Seminar "Schnittstellen Familien-/Erbrecht" in Südtirol vom 4. bis 6. Oktober 2018

3 x 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht oder im Erbrecht
15, 10 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

1. Tag: Donnerstag, den 4. Oktober 2018, 08.30-13.45 Uhr (5 Std.)
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht oder im Erbrecht

Referent(en): Dr. Rainer Kemper, Universität Münster und anerkannter Autor

Thema: Autonomie am Lebensende

Das Betreuungsrecht hat sich in den letzten Jahren unter dem Druck der Rechtsprechung des BVerfG, das auch die Rechtssubjektivität und Autonomie des Betreuten bzw. Betroffenen immer wieder betont, ganz wesentlich verändert. Der vorläufige Endpunkt war die Neuregelung der Zwangsbehandlungen durch das Gesetz zur Änderung der materiellen Zulässigkeitsvoraussetzungen von ärztlichen Zwangsmaßnahmen und zur Stärkung des Selbstbestimmungsrechts von Betreuten v. 17.07.2017 (BGBl I 2017, 2426).

Als Exkurs (und im Zusammenhang mit der Behandlung der Freiheitsentziehung durch Betreuer und Vorsorgebevollmächtigte soll auch auf das Gesetz zur Einführung eines familiengerichtlichen Genehmigungsvorbehaltes für freiheitsentziehende Maßnahmen bei Kindern v. 17.07.2017 (BGBl I 2017, 2424) eingegangen werden.

Im Übrigen sind Gegenstand des Seminars die gerade durch den BGH konkretisierten Anforderungen an Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, die Rechtsprechung des BVerwG (Urt. v. 2.3.2017 – 3 C 19.15) zur Beschaffung von zur Selbsttötung benötigten Medikamenten und das System der Regelungen zur Sterbehilfe.

Im Einzelnen:

  • Patientenverfügung (Zustandekommen, Form, Bestimmtheitsgrundsatz, Bindungswirkung)
  • Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung (Zustandekommen, Form, Bestimmtheitsgrundsatz, Verhältnis zur Patientenverfügung),
  • Betreuungsnotwendigkeit neben Vorsorgevollmacht,
  • Finanzierung von Betreuung und Pflege,
  • Die neuen Vergütungsregelungen des VBVG, (wenn das Gesetz zur Verbesserung der Beistandsmöglichkeiten unter Ehegatten und Lebenspartnern in Angelegenheiten der Gesundheitssorge und in Fürsorgeangelegenheiten doch noch in dieser Legislaturperiode vom Bundesrat verabschiedet wird, der Bundestag hat zugestimmt),
  • Freiheitsentzug, freiheitsbeschränkende Maßnahmen und Zwangsbehandlungen bei Betreuten,
  • Sterbehilfe zwischen Verbot und Rechtsanspruch auf staatliche Unterstützung bei der Medikamentenbeschaffung.

 

Referent(en): Dr. Rainer Kemper, Universität Münster und anerkannter Autor

Thema: Europa übernimmt das Familien- und Erbrecht

Gestützt auf den Gedanken der Förderung der Mobilität der EU-Bürger ist es in den vergangenen Jahren zu einer massiven Ausweitung der europäischen Rechtsquellen zur internationalen Zuständigkeit, zum Internationalen Privatrecht und zur gegenseitigen Anerkennung von Entscheidungen im Familien- und Erbrecht gekommen. Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über die oft noch nicht im Detail bekannten Regelungen und ihr Zusammenspiel zu geben, die den Regelungen gemeinsamen Prinzipien herauszuarbeiten und ihr Verhältnis zu den nationalen deutschen Bestimmungen sowie den die Bundesrepublik Deutschland bindenden Staatsverträgen zu erläutern.

Im Einzelnen:

  • Übersicht über die Europäischen Rechtsquellen,
  • Das Verhältnis zu Staatsverträgen und zum nationalen Recht,
  • Gemeinsame Prinzipien für die Auslegung und Anwendung der EU-Verordnungen,
  • Die Zuständigkeiten für Scheidung, Nichtigkeits- und Trennungsverfahren nach der Brüssel IIa VO,
  • Das auf die Scheidung anwendbare Recht – Rom III und die Folgen,
  • Das Europäische Erbrecht nach der EuErbVO (Rom IV),
  • Das Europäische Güterrecht nach der EuGüVO,
  • Übersicht über das Europäische Unterhaltsrecht nach der EuUntVO,
  • Überblick über die Regelungen zum Europäischen Gewaltschutz

2. Tag: Freitag, den 5. Oktober 2018, 08.30-13.45 Uhr (5 Std.)
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht oder im Erbrecht

Referent(en): Dr. Rainer Kemper, Universität Münster und anerkannter Autor

Thema: Die Immobilie im Familien- und Erbrecht

Immobilien zählen zu den werthaltigsten Gegenständen, die bei einer Scheidung oder nach einem Erbfall geteilt bzw. ausgeglichen werden müssen. Emotionale Bindungen, die aus der Herkunft der Immobilie (Stichwort: Familienheim) oder aus den Schwierigkeiten bei ihrem Erwerb resultieren, erschweren die Auseinandersetzung ebenso wie Bewertungsfragen und die Interessen Dritter, die die Anschaffung oder Renovierung der Immobilie finanziert haben (Banken, Angehörige) oder die aus der Nutzung der Immobilie erwachsende Vorteile in Anspruch nehmen wollen.

Inhalte des Seminars werden sein:

  • Die Bewertung von Immobilien – Rechtsgrundlagen, Verfahren und steuerrechtliche Aspekte (unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsprechung des BGH zu latenten Steuern)
  • Besondere Probleme rund um Ferienimmobilien – Internationales Privatrecht im Wandel (unter Berücksichtigung der neuen EU-GüterrechtsVO und der ErbrechtsVO)
  • Verfügungen über Immobilien während der Ehe – der Schutz der Ehewohnung durch § 1365 BGB
  • Die Nutzung der Immobilie während des Streits der Eheleute
  • Die Immobilie im güterrechtlichen Ausgleich
    - Schwiegerelternschenkungen und ihre Rückabwicklung 
    - offene Fragen nach der Rechtsprechungsänderung zur Rückforderbarkeit solcher Schenkungen
    - Die Bedeutung von Wohnrechten und anderen Belastungen 
    - Auswirkungen der neuen Rechtsprechung des BGH zur Bewertung von Nießbrauchsrechten und Wohnrechten
  • Die Immobilie in der Teilungsversteigerung
  • Wohnvorteile im Unterhaltsrecht.

 

3. Tag: Samstag, den 6. Oktober 2018, 08.30-13.45 Uhr (5 Std.)
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Familienrecht oder im Erbrecht

Referent(en): Notar Dr. Wolfgang Reetz, Köln

Thema: Verträge unter Angehörigen - Schnittstellen FamR/ErbR

Im Einzelnen:

  • Eheverträge, Getrenntlebens- und Scheidungsvereinbarungen
  • verschiedene Ehekonstellationen: partnerschaftliche Doppelverdiener, Differenzehen, Unternehmerehen, verschuldeter Ehegatte
  • Wiederverheiratung
  • nichteheliche Lebensgemeinschaften
  • Vorsorge von Todes wegen
  • Erb- und Pflichtteilsrecht unter Ehegatten
  • Erbverträge, Testamente und Strategien zur Pflichtteilsreduzierung
  • Geschiedenentestament
  • Patchworktestament
  • Lebensversicherungen, Bezugsberechtigung
  • betreuungsrechtliche Vorsorge im Familienkreis
  • Vorsorgevollmachten, Betreuungsvollmachten
  • Vorsorgevollmachten und Unternehmer
  • Grundstücksübertragungen: Trennung, Scheidung
  • Grundstücksübertragungen: Vorweggenommene Erbfolge, Nießbrauch, Rückforderung
  • Vereinbarungen von Versorgungsleistungen
  • steuerrechtliche Auswirkungen von Gestaltungen

 

Änderungen aus Gründen der Aktualität bleiben vorbehalten!

Unser neuer Zeitplan - täglich:

08.30 bis 11.00 Uhr - 2,5 h Unterricht
11.00 bis 11.15 Uhr - Kaffeepause mit Obst, lokalen Snacks und Dolci
11.15 bis 13.45 Uhr - 2,5 h Unterricht

Nachmittags haben Sie nun mehr Zeit zur freien Verfügung! Kombinieren Sie den attraktiven Tagungsort mit Ihrer persönlichen Freizeitgestaltung!

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, nachmittags und / oder abends mit anderen Teilnehmern an einem Rahmenprogramm teilzunehmen!

 

Der Tagungsort für Arbeits-, Sozial- und Familienrecht:

Hotel Therme Meran ****S
- Design- und Wellnesshotel -
Thermenplatz 1
I - 39012 Meran
Telefon 0039 473 259-000
Telefax 0039 473 259-099
info@hotelthermemeran.it
www.hotelthermemeran.it

Attraktive Teilnahmegebühren in Südtirol 2018:

€ 590,- umsatzsteuerfrei (15 Zeitstunden)
€ 450,- umsatzsteuerfrei (10 Zeitstunden)
€ 290,- umsatzsteuerfrei (5 Zeitstunden)

Unsere Leistungen:

- Unterricht gem. § 15 FAO 5 Stunden täglich mit Topreferenten
- kostenloser Empfang am Vorabend (einschl. Begleitperson)
- Pausenverpflegung mit Obst, lokalen Snacks und Dolci
- Tagungsgetränke
- umfangreiches, ausgedrucktes Skript (gebunden, auf Wunsch zusätzlich als PDF)

Zur Anmeldung:

Meran/Südtirol 4. bis 6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht