Praxisseminar "Update Bank- und Kapitalmarktrecht 2017" in Berlin am 8. Dezember 2017

Update ist das Gebot der Stunde!

Das Kreditrecht ist nach Wohnimmobilienkreditrichtlinie und Finanzaufsichtsrechtergänzungsgesetz kaum wiederzuerkennen - zugleich bemüht es sich um die Herausbildung stringenter Strukturen beim Widerruf. Der Zahlungsverkehr steht mit der PSD2-Richtlinie vor den größten Umwälzungen seit 2009! Das Kapitalmarktrecht steht mit der Umsetzung der MiFID II- Richtlinie ebenfalls vor einem Umbruch. Ferner müssen alle Bereiche auf die Digitalisierung reagieren.

Sind Sie auf diese Neuerungen vorbereitet?

Die in dieser Form bundesweit einzigartige Veranstaltung kommt mitten aus der Praxis. Sie setzt in Schwerpunktsetzung, Präsentation und Diskussion auf den produktiven und kontroversen Dialog von Richter und Rechtsanwalt. Sie erhalten zudem ein umfangreiches Skriptum mit den wichtigsten Grundlagen und den aktuellen Entwicklungen.

Mit umfangreichem Skriptum mit den wichtigsten Grundlagen und den aktuellen Entwicklungen – nicht nur für Fachanwälte geeignet!

Tagungsort:

Golden Tulip Berlin Hotel Hamburg
Landgrafenstr. 4
10787 Berlin-Tiergarten
Tel. 030 264770
Fax: 030 2629394
Email: info@goldentulipberlin.de
Web: http://www.goldentulipberlin.de
zentral in Berlin, Nähe Lützowplatz/Tiergarten/KaDeWe
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

 

Die Referenten:

Dr. Bernhard Dietrich, Richter am Kammergericht (Senat für Banksachen), Berlin

Rechtsanwalt René Richardt, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Lehmann & Richardt Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Berlin

Inhalt der einzelnen Blöcke:

Freitag, den 8. Dezember 2017, Block 1: 08.30 bis 11.00 Uhr - 2,5 Stunden (Dr. Dietrich)

Update moderner europäischer Zahlungsverkehr 2017/18

Themen:

  1. Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2)
    - Regelungsidee der Richtlinie (u. a. Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienste)
    - Zahlungsverkehr ab 13. Januar 2018 (u. a. Entgeltverbote, Informationspflichten, Zugangsrechte und Folgen der Zugangsverweigerung, Kostenoption bei Verlust des Zahlungsinstruments, besondere Wirksamkeitskontrolle für Bedingungen über Zahlungsinstrumente, verspätete Ausführung)
    - neues Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG), Änderungen im EGBGB, UKlaG und KWG

  2. Insbesondere: Autorisierung von Zahlungsvorgängen nach PSD1 und PSD2
    - (Instanzen-) Praxis zum „neuen“ Anscheinsbeweis beim Online-Banking, Ausstrahlung auf das Kartenbanking
    - Idee und Technik der starken Kundenauthentifizierung nach § 1 Abs. 24 ZAG
    - Haftung des Zahlers bei missbräuchlicher Nutzung des Zahlungsinstruments: Das geschachtelte Regel-Ausnahme-System des § 675v BGB n. F.
    - unverzügliche Erstattung bei fehlender Autorisierung, § 675u BGB n. F.

  3. EU-Kontenpfändungs-VO (EU) Nr. 655/2014 – In Kraft seit Januar 2017!
    - Anwendungsbereich, Verfahren, Kontoinformationen (ROAI), Vollziehung, Rechtsbehelfe

  4. Aktuelles Bankgebührenrecht im Zahlungsverkehr
    - u. a. smsTAN, Ablehnung von Transaktionen, Streichung von Ordern etc., Bargeldverkehr

  5. Praxisfeedback zum Zahlungskontengesetz 2016
    - Kontenwechselhilfe, Sinn der Vergleichsportale für Entgelte

     

 

Freitag, den 8. Dezember 2017, Block 2: 11.15 bis 13.45 Uhr - 2,5 Stunden (Dr. Dietrich)

Update Kreditrecht 2017

Themen:

  1. Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie
    - Kreditwürdigkeitsprüfung, Definitionsversuche („wahrscheinlich“, „keine erheblichen Zweifel“)
    - Segen und Fluch des § 505b Abs. 2 Satz 3 BGB n. F.
    - best practice und die Folgen von Fehlern nach Stand 2016
  2. Finanzaufsichtsrechtergänzungsgesetz (Juni 2017) – „Rolle rückwärts“ oder Schritt voran?
    - Sonderregel für Darlehen zum Bau oder zur Renovierung einer Wohnimmobilie
    - Verordnung nach § 505e BGB n. F. über die Kreditwürdigkeitsprüfung
    - Anschlussfinanzierungen und Umschuldungen bei demselben Kreditinstitut
    - Immobilienverzehrkreditverträge (Phänomen, Rahmenvorgaben)
    - Kopplungsgeschäfte (u. a. Genehmigung nach § 18a Abs. 8a KWG)
    - Stabilitätsrisikosteuerung durch § 48u KWG n. F.
  3. Beratung und Vertrieb bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen
    - Beratungsleistungen der Bank (Finanzierungsberatungsvertrag)
    - Darlehensvermittlung: Aufsichts-, Zivil- und Gewerberecht
  4. P2P-Kredite und Crowdlending
    - Phänomen und market standard, Zivilrecht, KWG, ZAG, Gewerberecht
    - Rückzahlungsanspruch aus Crowdlending im Prozess
  5. Kündigung des Bausparvertrages durch die Bausparkasse
  6. Aktuelles Bankgebührenrecht im Aktivgeschäft
    - Nach der Entscheidung des BGH zu Unternehmerdarlehen: Alles geklärt?  

Freitag, den 8. Dezember 2017, Block 3: 14.15 bis 17.00 Uhr - 2,5 Stunden (Richardt)

Update Kreditsicherungsrecht

Themen:

  1. Auslegung von (Sicherungs-) Klauseln, AGB-Recht, Schutz- und Gestaltungsrechte von Drittsicherungsgebern
  2. Sicherungsklauseln in der Unternehmensfinanzierung, Muster der Loan Market Association unter Anwendung deutschen Rechts
  3. Anfängliche und nachträgliche Unter- oder Übersicherung; Ansprüche der Beteiligten auf Nachbesicherung/Sicherheitenfreigabe; „Knebelverträge“
  4. Personalsicherheiten (Bürgschaft, Mithaftung, Schuldbeitritt)
    - Fälligkeit, Erlöschen und Verjährung von Bürgschaftsforderungen
    - Aktuelles zur Sittenwidrigkeit von Ehegattenbürgschaften
    - Ausstellung und Verlust von Bürgschaftsurkunden
  5. Grundpfandrechte
    - Bestellung und Verwertung von Grundpfandrechten
    - Abtretung von Grundschulden, Bedeutung und Auswirkung von § 1192 Abs. 1a BGB,
    - freihändiger Verkauf, Zwangsvollstreckung und Ausbietungsgarantien
  6. Handel mit Kreditforderungen
    - Abtretung von Darlehensforderungen und Übertragung von Sicherheiten
  7. Verpflichtungen aus Kreditsicherheiten in der Vermögensauseinandersetzung

Freitag, den 8. Dezember 2017, Block 4: 17.10 bis 19.45 Uhr - 2,5 Stunden (Dr. Dietrich/Richardt)

PRAXISFORUM Widerruf des Verbraucherkredites 2017

Themen:

  1. Ankernormen, Beginn und Ende der „Ewigkeit“ des Widerrufsrechts, Verbraucherbegriff
  2. Belehrungsfehler und Musterverwendung
    – nach dem Paradigmenwechsel des BGH
  3. Verwirkung und unzulässige Rechtsausübung
    - Rahmenvorgaben durch den BGH
    - Instanzenpraxis zu abgelösten und abbezahlten Darlehen
  4. Grundidee und Fallstricke der „großen Lösung“ des BGH für die §§ 346ff BGB
    - Ermittlung der wechselseitigen Forderungen (mit Instanzenpraxis)
    - Widerlegung der Nutzungsvermutungen
    - Umgang mit Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag
  5. Prozessführung im Widerrufsmandat
    - positive und negative Feststellungsklage, Leistungsklage, Definition des Klagebegehrens
    - Antragsänderungen nach Hinweis und in der Berufungsinstanz
    - Notwendigkeit und Risiken von (Hilfs-) Widerklagen
    - Ablösung während des Widerrufsprozesses: Wirklich alles erledigt?
    - Streitwert und der Streit um den Streitwert, Auswirkungen auf die Prozesstaktik

Zeitplan:

vormittags

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

13.45 bis 14.15 Uhr Mittagsimbiss/Mittagspause

nachmittags

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

insgesamt 10 Stunden

Die Teilnahmegebühren:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: ab dem 2. Seminar im Kalendarjahr, personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5 h, 6 h und 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Frühjahr 8./9./10. März 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Meran/Südtirol 4. bis 6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 25./26./27. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht