Fortbildungsseminar "Arbeitsrecht Aktuell" in Leipzig am 1. Dezember 2017

Freitag, den 1. Dezember 2017, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
10 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht an einem Tag!
zugleich 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Sozialrecht
10, 7,5 oder 5 Stunden Fortbildung buchbar!

 

 

 

Tagungsort:
The Westin Leipzig
Gerberstr. 15
04105 Leipzig
Tel.: 0341 988-0
http://www.westin-leipzig.de/
300m zum Hauptbahnhof, ca. 500m zur Innenstadt, sehr gute Küche
mehr Infos zum Tagungsort: Anfahrt/Parkhinweis/Hotelhinweise

 

 

 

Freitag, den 1. Dezember 2017, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr - 10 Stunden
Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht, auch 7,5 oder 5 Stunden buchbar!

Teil 1: Freitag, den 1. Dezember 2017, von 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht oder im Sozialrecht

Referentin: Rechtsanwältin Bettina Schmidt, Fachanwältin für Arbeits- und Sozialrecht, Bonn

Thema: Schwerbehindertenarbeitsrecht unter besonderer Berücksichtigung des neuen Kündigungsschutzes für schwerbehinderte Arbeitnehmerin § 95 Abs. 2 SGB IX

"Schwerbehindertenarbeitsrecht" ist ein "eigenständiges Arbeitsrecht", das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Zum Jahresende 2015 waren nahezu 10% der gesamten Bevölkerung schwerbehindert. Der höchste Anteil an schwerbehinderten Menschen findet sich in der Altersgruppe von 45 bis 65 Jahren. Die Rente für schwerbehinderte Menschen ist die einzige Rente, die es Arbeitnehmern ermöglicht, zwei Jahre früher ohne Abschlag in die Altersrente zu gehen. Im Jahre 2015 war jeder dritte Arbeitnehmer über 50 Jahre alt und es sind immer mehr ältere und gesundheitlich eingeschränkte Arbeitnehmer, die früher in den Vorruhestand gegangen sind, im Arbeitsleben tätig. Auch die Zunahme psychischer Erkrankungen führt zur Erhöhung der Zahl schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben, so dass das Schwerbehindertenarbeitsrecht in der arbeitsrechtlichen Praxis an Relevanz gewinnt.

In diesem Seminar werden die in der Praxis wichtigsten Fallgestaltungen des Schwerbehindertenarbeitsrechtes ausführlich behandelt, deren Relevanz sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer und deren Berater sehr hoch ist. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf dem zum 30.12.2016 in Kraft getretenen neuen Kündigungsschutz nach § 95 Abs. 2 SGB IX liegen, wonach die Kündigung eines schwerbehinderten Arbeitnehmers unwirksam ist, wenn sie ohne vorherige Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung erfolgt ist.

Die Referentin bringt durch ihre langjährige Erfahrung als Fachanwältin für Arbeits- und Sozialrecht große praktische Erfahrungen in ihre Vorträge ein. Zum Seminar gehört eine umfangreiche und aktuelle Arbeitsunterlage.

Im Einzelnen:

  1. Feststellung des GdB und Gleichstellung
    a. Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 SGB IX
    b. Schwerbehinderung im Sinne von § 2 Abs. 2 SGB IX
    c. Feststellung der Behinderung sowie des Grades der Behinderung (GdB) und der Merkzeichen
    d. Gleichgestellte behinderte Menschen (§ 2 Abs. 3 SGBIX)
  2. Fragerecht des Arbeitgebers nach der Schwerbehinderung
  3. Unwirksamkeit der Kündigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern bei fehlender Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung - neue gesetzliche Regelung in § 95 Abs. 2 SGB IX
  4. Präventionsmaßnahmen bei Gefährdung des Arbeitsverhältnisses (§ 84 Abs. 1 SGB IX)
  5. Zustimmungsverfahren nach §§ 85 ff. SGB IX
  6. Unkenntnis des Arbeitgebers von der Schwerbehinderung
  7. Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung (§ 91 SGB IX)

 

 

Teil 2: Freitag, den 1. Dezember 2017, von 14.15 bis 17.00 Uhr - 2,5 Zeitstunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht

Referent(en): Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Fuhlrott, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Mediator, Römermann Rechtsanwälte Aktiengesellschaft, Hamburg und Professor für Arbeits- und Wirtschaftsrecht und Studiendekan Wirtschaftsrecht & Human Resources Management der Hochschule Fresenius Hamburg

Thema: Arbeitsrecht und Neue Medien

Für "online" wie "offline" gilt das „gleiche“ Arbeitsrecht. Gleichwohl vergeht kaum eine Woche, in der nicht über öffentlichkeitswirksame Äußerungen von Arbeitnehmern in sozialen Medien berichtet wird. Die im Zusammenhang mit „neuen Medien“ zu beachtenden Besonderheiten mit Blick auf Kündigung, Pflichtverletzung, Beweisverwertung, Mitbestimmungsrechte werden anhand der jüngsten Rechtsprechung dargestellt.

Das Thema ist hochaktuell. Das BAG hat am 27. Juli 2017 eine weitere spannende Entscheidung zu Keyloggern zur Mitarbeiterüberwachung erlassen. Ein "Keylogger" ist ein sogenannter Tasten-Protokollierer, der dazu dient, sämtliche Tastenanschläge des Computernutzers zu speichern und zu überwachen. Er kann als Programm auf einem Computer installiert oder als Hardware-Modul zwischen den Rechner und die Tastatur gesteckt werden. Dabei werden auch hochsensible Daten, wie persönliche Passwörter und PINs, miterfasst. Das bei Geheimdiensten und Hackern beliebte Tool bahnt sich immer mehr den Weg in die Arbeitswelt.

Einen Überblick über den Vortragsinhalt gibt die nachfolgende Grobgliederung:

  • Fallgruppen, Arten und Einordnung
    - Arten neuer Medien
    - Rechtliche Problemkreise
  • Kündigungsrelevanz und rechtliche Schritte bei Missbrauch
    - Reaktionsmöglichkeiten
    - Bewertungsmaßstäbe
    - Kasuistik zur Kündigung: Einzelfälle
    - Prozessuale Verwertbarkeit und Darlegungs- und Beweislastfragen
    - Äußerungsrechtliches Vorgehen und Schadensersatz
    - Strafrechtliches Vorgehen
  • Mitbestimmungsrechtliche Aspekte
    - Social Media Guidelines: Rechtliche Vorgaben, Inhalte, Gestaltungsbeispiele
    - Anforderungen an Unternehmenswebsites
  • Zuordnung und "Eigentum" an Kontakten und Daten
    - Rechtliche Einordnung von Kontaktdaten
    - Herausgabeansprüche und Zuordnung von XING-Daten
    - Fotos und Namen auf Unternehmenswebsites

 

 

Teil 3: Freitag, den 1. Dezember 2017, von 17.10 bis 19.45 Uhr - 2,5 Zeitstunden
2,5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Arbeitsrecht

Referent(en):  Dr. Rüdiger Linck, Vizepräsident des Bundesarbeitsgerichts und Vors. Richter am Bundesarbeitsgericht (5. Senat), Erfurt

Thema: Richtungsweisende Entscheidungen zur personen- und verhaltensbedingten Kündigung

Personen- und verhaltensbedingte Kündigungen haben in der Praxis eine große Bedeutung, nicht nur im Hinblick auf die inhaltlichen Anforderungen, sondern auch wegen der persönlichen Betroffenheit der Vertragparteien.

Im Einzelnen:

  • Druckkündigung
  • Kündigung auf Verlangen des Betriebsrats
  • Kündigung wegen Stellen eines Strafantrags
  • Außerordentliche Kündigung - Zulässigkeit eines Keyloggers
  • Außerordentliche Kündigung - Videoüberwachung
  • Kündigung wegen Arbeitsverweigerung
  • Kündigung wegen Strafhaft
  • Krankheitsbedingte Kündigung - Betriebsratsanhörung
  • Krankheitsbedingte Kündigung - betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Kündigung wegen Drogenkonsums

 

Zeitplan:

vormittags

08.30 bis 11.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

11.15 bis 13.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

13.45 bis 14.15 Uhr Mittagsimbiss/Mittagspause

nachmittags

14.15 bis 15.45 Uhr Unterricht
16.00 bis 17.00 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

17.10 bis 18.40 Uhr Unterricht
18.45 bis 19.45 Uhr Unterricht

- 2,5 Stunden -

insgesamt 10 Stunden

Die Teilnahmegebühren im Inland:

enthalten umfangreiche, aktuelle und gedruckte Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss** sowie Tagungs- und Pausengetränke.

Zeitdauer    Standard    Ermäßigung* Ihr Preisvorteil 
10-Std. € 329,-    € 279,-  € 50,-
7,5-Std.     € 279,-    € 229,-   € 50,-
5-Std.     € 219,-    € 169,-   € 50,-

Alle Teilnahmegebühren für Fortbildungsseminare zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

* Ermäßigung:
für Referendare
für Assessoren
(Examen nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Junganwälte (Zulassung nicht länger als 3 Jahre zurückliegend)
für Mehrbucher: personengebunden, nicht Kanzlei bezogen

** Der Mittagimbiss ist nur bei den 7,5h- oder 10h-Tagesseminaren enthalten!

Hinweis:
Sie können die Fortbildungsveranstaltungen schriftlich bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn kostenlos stornieren.
Nach diesem Zeitpunkt ist auch bei Nichtteilnahme der volle Seminarpreis zu zahlen. Natürlich können Sie ohne Mehrkosten einen Ersatzteilnehmer benennen.

Zur Anmeldung


Zu unseren Fortbildungsseminaren gem. § 15 FAO im Ausland:

Mallorca im Frühjahr 8./9./10. März 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Meran/Südtirol 4. bis 6. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht

Mallorca im Herbst 25./26./27. Oktober 2018 (Do., Fr., Sa.)
FAO-Fortbildung im Arbeitsrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht